Tesla Fahrer fremder Marken zahlen an Superchargern mehr

Autor Christoph Seyerlein

In den Niederlanden können jetzt an zehn Supercharger-Standorten von Tesla auch Fahrer von Fahrzeugen fremder Marken ihre Elektroautos aufladen. Allerdings haben die Kalifornier dafür ganz eigene Spielregeln eingeführt.

Tesla öffnet erste Supercharger-Ladesäulen auch für markenfremde E-Auto-Fahrer.
Tesla öffnet erste Supercharger-Ladesäulen auch für markenfremde E-Auto-Fahrer.
(Bild: Tesla)

Im Sommer hatte Tesla angekündigt, sein Supercharger-Ladenetzwerk auch für Fahrer markenfremder E-Autos zu öffnen. In den Niederlanden hat der Hersteller nun ein Pilotprojekt dazu gestartet. An insgesamt 10 Standorten läuft seit dieser Woche der Testbetrieb.

Folgende Supercharger-Stationen stehen allen E-Auto-Fahrern mit Wohnsitz in den Niederlanden ab sofort zum Laden zur Verfügung:

  • Apeldoorn Oost
  • Breukelen
  • Duiven
  • Eemnes
  • Hengelo
  • Meerkerk
  • Naarden
  • Sassenheim
  • Tilburg
  • Zwolle

Wer einen Supercharger nutzen will, kann das über die Tesla-App tun. Touristen, die einen Ausflug in die Niederlande machen, können den Service allerdings nicht in Anspruch nehmen. „Wir werden in Kürze auf weiteren Märkten anderen EV-Marken Zugang zu unseren Superchargern gewähren“, teilte Tesla dazu mit.

Unter Tesla-Fahrern hatte die Ankündigung zur Öffnung bereits im Sommer die Frage aufgeworfen, ob an Superchargern künftig für sie die gleichen Regeln gelten wie für markenfremde Kunden. Der Hersteller erklärte dazu, dass Tesla-Fahrer von den niedrigsten Supercharger-Preisen profitieren würden. „Die Preise für Nicht-Tesla-Fahrer berücksichtigen die zusätzlichen Kosten, die anfallen, um das Laden einer Vielzahl von Fahrzeugen zu unterstützen, sowie die notwendigen Anpassungen unserer Standorte, um diese Fahrzeuge aufzunehmen“, so das Unternehmen.

Die Tarife variieren

Die Tarife variieren je nach Standort. Die jeweiligen Gebühren lassen sich nach Angaben von Tesla über die App abrufen. Wer eine Ladenetz-Mitgliedschaft abschließe, könne die Kosten pro kWh senken. Belegungsgebühren wird es sowohl für Marken-Kunden als auch andere geben. In Deutschland rief Tesla zuletzt einen kWh-Preis von 40 Cent für Tesla-Fahrer an Superchargern auf.

Das Pilotprojekt will der Hersteller nun nutzen, um Erfahrungen zu sammeln, wie groß die externe Nachfrage ist. „Es war schon immer unser Ziel, das Supercharger-Netzwerk für Elektrofahrzeuge anderer Marken zu öffnen, um dadurch mehr Fahrer zum Umstieg auf Elektromobilität zu ermutigen. Schließlich unterstützt dieser Schritt direkt unsere Mission, die weltweite Umstellung auf nachhaltige Energie zu beschleunigen“, teilte Tesla mit. Allerdings: Zukünftige Standorte sollen nur dann für Fahrzeuge anderer Marken geöffnet werde, wenn die Kapazität dies erlaube.

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