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Fahrverbote in Berlin lassen noch ein bisschen auf sich warten

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Ohne genaue Angabe, wo denn Fahrverbote gelten, können sie nicht durchgesetzt werden. Weil in Berlin noch immer keine Schilder mit der Regelung der Verbotszonen fehlen, können Dieselfahrer bislang ungehindert fahren.

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(Bild: Dieselfahrverbot Hamburg 08.jpg / Dieselfahrverbot Hamburg 08.jpg / Hinnerk11 / CC BY-SA 4.0 / CC BY-SA 4.0)

In Berlin haben die Autofahrer weiterhin freie Fahrt, obwohl wegen der schlechten Luftqualität einige Straßen für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt werden müssten. Doch Fahrverbote können erst wirksam werden, wenn sie für Autofahrer kenntlich gemacht werden, sprich ausgeschildert sind. Und daran hapert es gewaltig in Deutschlands Hauptstadt.

Ursprünglich sollten spätestens ab September auf den ersten acht Straßen die Verbote gelten. Doch die bestellten Schilder kamen nicht. Derzeit gehen die zuständigen Bezirke Neukölln und Mitte davon aus, dass „frühestens Ende Oktober, eher Anfang November die Schilder montiert sein werden“, wie der die Redaktion von RBB berichtet.

Das Problem hinter dem Versorgungsengpass: Alle Schilder sind Sonderanfertigungen. Dafür mussten zunächst Angebote eingeholt werden, bevor die Aufträge vergeben wurden. Und das dauerte. Immerhin geht es in ganz Berlin um 69 Schilder, die im näheren und weiteren Umfeld der Verbotszonen aufgestellt werden müssen.

Ein weiteres Problem: Die Suche nach den Aufstellplätzen habe sich schwierig gestaltet, hieß es auf eine Anfrage der „DPA“ bei der Bezirksverwaltung Neukölln. Tatsächlich muss für viele Schilder ein Betonfundament gegossen werden, um sie sicher anbringen zu können. Immerhin sind sie laut dem RBB-Bericht 1,50 Meter hoch und 0,86 Meter breit.

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