Fahrwerk: Mit voller Auslastung voraus

Autor: Steffen Dominsky

Mit einem unorthodoxen Firmennamen und ebensolchen Servicekonzepten punktet der Betrieb von Thorsten Küppers bei Kunden. So qualifizierte er sich prompt für einen Top-Ten-Platz beim Deutschen Werkstattpreis.

Ungewöhnlicher Name: Fahrwerk ist weit mehr als eine typische freie Werkstatt.
Ungewöhnlicher Name: Fahrwerk ist weit mehr als eine typische freie Werkstatt.
(Bild: Fahrwerk)

Werbung machen für sich und seine Serviceleistungen? Für jeden freien Betrieb eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nicht so für Thorsten Küppers und sein Unternehmen „Fahrwerk“. „Ich glaub, ich muss die Hinweisschilder in der Stadt, die Kunden zu uns führen sollen, wieder abhängen“, sagt der 41-Jährige. „Wegen Überfüllung geschlossen“ lautet die aktuelle Diagnose – Respekt! Dabei beschäftigt der Betrieb immerhin fünf Monteure und war erst 2014, damals noch als „Ein-Mann-Klitsche“ in einer alten Halle, an den Start gegangen. Drei Jahre später setzte Küppers einen veritablen Neubau auf die grüne Wiese, den das Team erst im Mai dieses Jahres bezog.

Und das kann sich nun vor Aufträgen kaum retten. Ein Grund dafür: Die große Bandbreite, die die Werkstatt von Thorsten und Monika Küppers abdeckt. Denn anders als andere reparieren und wartet sie nicht nur „normale“ Alltagskisten. Nein. Ein Service-Standbein sind auch Sportwagen, speziell solche aus Zuffenhausen. Hier hat sich der Firmeninhaber vor seiner Selbstständigkeit bei einem bekannten Porsche-Tuner entsprechende Meriten verdient. Ein weiteres durchaus lukratives Standbein sind Young- und Oldtimer. Hier bietet Fahrwerk quasi alles: vom einfachen Kundendienst bis zur vollumfänglichen Restaurierung. Und last but not least wäre da noch die Klientel der Wohnmobilbesitzer. Auch sie finden in der Luxemburger Straße 11 in Erkelenz eine Anlaufstation für ihre Servicewünsche.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Eigentlich logisch: Schließlich hat jeder Wohnmobilbesitzer auch ein normales Auto, genauso jeder Oldtimereigner. Und auch fast jeder, der einen Sportwagen hat, hat auch noch etwas „Normales“ zu Hause in der Garage. Sie alle bzw. ihre Bedarfe schlägt Fahrwerk quasi mit einer Klappe. Die jeweiligen Fahrzeugsparten befruchten sich quasi gegenseitig. Das ist ein Geheimnis des unternehmerischen Erfolgs. Ein anderes ist die sinnvolle Aufteilung bzw. Ausrichtung des Betriebs: Jeder Monteur hat zwei Hebebühnen. „Leerlauf gibt’s da quasi nicht“, berichtet der Firmenchef. Wartet der Mechaniker/Mechatroniker z. B. auf ein Ersatzteil, kann er so lange am anderen Fahrzeug weiterarbeiten. Die bekommt der Betrieb, nebenbei bemerkt, achtmal täglich geliefert.

Ebenfalls anders als üblich: Während an vielen Werkstätten – mehr oder minder – ein Schild mit Kunden darauf und dem Satz „Wir müssen draußen bleiben“ hängt, praktizieren die Erkelenzer das gegenteilige Prinzip. „Wir möchten, dass unsere Kunden selbstverständlich in die Werkstatt kommen. Schließlich übernimmt bei uns die Annahme und auch die Betreuung der Kunden nicht ein x-beliebiger Serviceannehmer, sondern der, der das Fahrzeug wartet bzw. repariert: der jeweilige Monteur“, erklärt Thorsten Küppers den nicht alltäglichen Serviceansatz.

Wenn Sie mehr über Thorsten Küppers’ unorthodoxe Serviceideen erfahren möchten, dann sollten Sie sich die Preisverleihung zum Deutschen Werkstattpreis nicht entgehen lassen, bei der Fahrwerk einen der Top-Ten-Plätze belegt hat. Sie findet am 19. Oktober 2018, dem Vorabend der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe im Würzburger Vogel Convention Center statt. Übrigens ist die Teilnahme an der Preisverleihung für die Besucher der Fachtagung kostenlos.

(ID:45520965)

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group