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Fahrzeugbeschreibungen: Darauf sollten Händler achten

| Autor: Jakob Schreiner

Wie eine aktuelle Studie zeigt, kann im Schnitt nur jeder zweite Autofahrer mit gängigen Abkürzungen für die Klimaanlage, die Anhängerkupplung oder den Abstandsregeltempomat etwas anfangen. Autohändler sollten deshalb ihre Angebotstexte entsprechend anpassen.

(Bild: Renault)

Fast die Hälfte (48 %) der deutschen Autofahrer versteht die gängigen Abkürzungen von Ausstattungen in der Fahrzeugbeschreibung falsch. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitut Innofact und der Handelsplattform Cargurus hervor. Die Studienautoren empfehlen deshalb, die Angebotstexte entsprechende anzupassen und auf Folgendes zu achten:

  • Grundsätzlich sollten Angebote in der Sprache der Kunden erstellt werden und auch für nicht affine Interessenten verständlich sein.
  • Sonderausstattungen sollten ausgeschrieben und gegebenenfalls erläutern werden.
  • Auch scheinbar selbstverständliche Ausstattungsmerkmale (Klimaanlage oder Zentralverriegelung) sollten erwähnt werden.

Einige Beispiele aus der Studie verdeutlichen, warum das sinnvoll erscheint. Für 82 Prozent der Befragten steht auf Platz eins der Wunschliste für Sonderausstattungen immer noch die Klimaanlage, die für viele mittlerweile zum Standard gehört. Dennoch empfiehlt sich die Erwähnung, denn ein Interessent, der seine Wunschausstattung im Angebot wiederfindet, schlägt beim Angebot auch eher zu, meinen die Studienmacher.

Warum es sich empfiehlt, Abkürzungen auszuschreiben, lässt sich an einigen Kürzeln beispielhaft aufzeigen. Das gängige A/C für die Klimaanlage kann nur gut die Hälfte der Autofahrer zuordnen (55 %). Ähnlich sieht es beim zweitbeliebtesten Extra, der Zentralverriegelung mit Funkbedienung, aus (ZVFu). Beispielsweise glaubt ein Viertel hinter der Abkürzung verbirgt sich ein Ortungssystem für verunglückte Fahrzeuge.

Weitere Probleme gab es vor allem mit den Abkürzungen ACC und HSA. Adaptive Cruise Control, also den Abstandsregeltempomat, konnten nur 34 Prozent der Befragten zuordnen, fast genauso viele dachten hier eher an eine Temperaturkontrollfunktion der Klimaanlage. Das Kürzel für die Berganfahrhilfe, auch als Hill Start Assistent bekannt, erkannten 66 Prozent der Befragten nicht.

Aber es gibt auch Ausnahmen: 73 Prozent wissen, wofür die Abkürzung PDC steht und zwei Drittel wissen, dass sich hinter dem Kürzel AHK die Anhängerkupplung verbirgt. Hier stellten die Studienmacher allerdings fest, dass es erhebliche Unterschiede bei den Altersklassen gab: 60 Prozent der 18- bis 29-Jährigen können diese Abkürzung nicht richtig zuordnen, hingegen ist der Mehrheit der 50- bis 69-Jährigen (70 Prozent) die AHK eine geläufige Bezeichnung.

In der repräsentativen Online-Befragung wurden im Zeitraum vom 17. bis 21 März 1.010 deutsche Autofahrer befragt. Bei der Abfrage der Abkürzungen wurden den Befragten insgesamt zehn Fragen mit jeweils fünf Antwortmöglichkeiten vorgelegt, aus denen sie die richtige Antwort auswählen mussten. Vier der Antwortmöglichkeiten waren frei erfunden.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik