Suchen

Fahrzeughandel bleibt im Krisenmodus

| Autor: Jakob Schreiner

Auch wenn die Stimmung innerhalb der Kfz-Branche weiter Richtung Normalität klettert, bleibt die Situation im Handelsgeschäft unerfreulich. Insbesondere der Handel mit Neufahrzeugen hinkt weiter gewaltig hinterher, wie die aktuelle BIX-Befragung zeigt.

Firma zum Thema

(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Trotz einer sich insgesamt verbessernden Stimmung im Kfz-Gewerbe bleibt das Handelsgeschäft vieler Vertragspartner ein Sorgenkind. Insbesondere das Neuwagengeschäft läuft schleppend, wie die Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb«, BBE Automotive und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergeben hat.

Immer noch 82 Prozent der Befragten vermelden niedrigere Umsätze als im Vorjahr. Lediglich 13 Prozent konnten ihre Umsätze auf Vorjahresniveau halten. Im Gebrauchtwagenhandel sind es noch 65 Prozent, die weniger als im Vorjahreszeitraum verkaufen. Immerhin verbucht hier rund ein Drittel der Händler wieder gestiegene oder gleiche Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Immerhin, auf das Werkstattgeschäft können Vertragshändler wie freie Werkstätten bauen. So erwirtschaften 62 beziehungsweise 54 Prozent in ihren Werkstätten wieder höhere oder zumindest Umsätze auf Vorjahresniveau. Insbesondere für viele Vertragspartner dürften diese Erträge eine zentrale Rolle spielen, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. In sämtlichen Geschäftsbereichen hoffen die Kfz-Unternehmer – egal ob markengebunden oder frei – auf eine deutlich verbesserte Umsatzsituation, wie die Tortengrafiken zur künftigen Umsatzentwicklung zeigen.

Auch ihre eigene wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vormonat bewerten viele der Befragten als leicht verbessert. Dennoch klagen 12 beziehungsweise 7 Prozent der Betriebsinhaber aktuell noch über eine prekäre wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens.

Und so kommt es, dass sich die Stimmung in der deutschen Kfz-Branche weiter erholt, nachdem die Indexwerte mit den Folgen der Corona-Einschränkungen im April in den Keller gerauscht sind. Seitdem nähern sich die Werte wieder der 100-Punkte-Grenze an, die für eine gleichbleibende Stimmung steht.

Ergebnisse der vergangenen monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

(ID:46750563)

Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik