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Fahrzeugtechnik: Spieglein, Spieglein

Autor / Redakteur: Michael Specht/SPX / Jan Rosenow

Die neue S-Klasse soll nicht nur unerreichten Komfort bieten, sondern auch das Begehren der internationalen Kunden nach deutscher Automobilkunst am Leben erhalten. Dafür bietet sie Features, die es noch nie gab – etwa im Scheinwerfer.

Mit 5,21 Metern ist schon die „kurze“ Variante der neuen S-Klasse ein echtes Schiff. Da trifft es sich gut, dass sie in speziell ausgerüsteten Parkhäusern automatisch einparken kann.
Mit 5,21 Metern ist schon die „kurze“ Variante der neuen S-Klasse ein echtes Schiff. Da trifft es sich gut, dass sie in speziell ausgerüsteten Parkhäusern automatisch einparken kann.
(Bild: Mercedes-Benz)

Sie gilt seit Jahrzehnten nicht nur als Image- und Technologieträger der Marke Mercedes-Benz, sondern auch als Symbol für „made in Germany“: die S-Klasse. Erneut steht nun ein Generationswechsel an. Aus der Baureihe 222 (Debüt 2013, seitdem wurden mehr als eine halbe Million Einheiten produziert) wird nun die Baureihe 223. Wie zuvor trägt die S-Klasse je nach Länge dabei unterschiedliche Buchstaben. Das W vor der 223 steht für die kürzestes Version (5,21 Meter). V ist mit 5,32 Metern die mittlere Variante und verkörpert die „normale“ S-Klasse, für die sich bei der vorigen Generation neun von zehn Kunden entschieden. Das Z ist einzig der stark verlängerten (5,50 Meter) Mercedes-Maybach-Version vorbehalten.

Der große optische „Wow“-Effekt stellt sich bei der neuen Generation nicht ein. Die S-Klasse bleibt eine klassische Stufenhecklimousine ohne Firlefanz und modischen Schnickschnack. Ihr Anspruch ist Präsenz und zeitlose Eleganz. „Lautes“ Design, muskulöse Schultern oder eine aggressive Front hatte sie nie nötig. Schließlich muss die S-Klasse global gefallen und soll vor allem keine treuen, konservativen Kunden verprellen. Die Loyalitätsrate liegt in Westeuropa bei 80, in den USA bei 70 Prozent. Ein sehr hoher Wert.