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Fahrzeugwertermittlung bei Oldtimern: Fake Cars

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Nicht nur im Kunst-, nein, auch im Oldtimerbereich wird gefälscht, dass sich die Rahmenbalken biegen. Doch woher wissen: Ist der echt oder nicht? Das Institut für automotive Forensik gibt als einer der ganz wenigen Antworten auf diese Frage.

Bei der Spektralanalyse wird mithilfe eines Funkenspektrometers Metall auf seine chemische Zusammensetzung hin analysiert. Somit kann das Institut für automobile Forensik indirekt das Alter von Blechen bestimmen und so z. B. eine Aussage über die Echtheit einer Blechpartie treffen.
Bei der Spektralanalyse wird mithilfe eines Funkenspektrometers Metall auf seine chemische Zusammensetzung hin analysiert. Somit kann das Institut für automobile Forensik indirekt das Alter von Blechen bestimmen und so z. B. eine Aussage über die Echtheit einer Blechpartie treffen.
(Bilder: Dominsky)

Bad news are good news“, heißt es unter Medienmachern. Schließlich gieren Menschen nach Sensationen und Tragödien, ergötzen sich am Leid anderer. Doch nicht nur im alltäglichen Leben, auch im Classic Business, dem Geschäft mit und rund um Young- und Oldtimer, liest man immer wieder Unschönes bzw. beklagt immer öfter jemand Schlechtes. Das Ganze fängt beim bekannten Thema „Reparatur- bzw. Restaurierungsqualität“ an und hört beim weniger bekannten Thema „Fälschungen“ auf. Womit wir bei eben diesem wären.

Denn es heißt auch: „Wo viel Licht, da viel Schatten“. Dort, wo gute Geschäfte blühen, ist zwielichtiges Personal oft nicht weit. Gerade die rasante Wertentwicklung populärer Klassiker sorgt nicht nur bei Besitzern und Anlegern für Euphorie – Stichwort Garagengold –, sondern ebenso bei Fälschern. Dass es diese bzw. deren Werke gibt, ist kein Geheimnis. Dennoch, wie so oft, liegt auch hier die Dunkelziffer weit über offiziell verfügbaren Zahlen. „Wenn ich das meiner Frau beichten muss ...“ lautet die typische Aussage von jemandem, der im Nachhinein erfahren durfte, dass der für teures Geld erworbene Oldtimer ein schnödes Plagiat ist. Wer outet sich da schon gerne, zumal manch vermögender Oldiebesitzer in der Öffentlichkeit steht? „Da bleibt vieles unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit“, weiß Rechtsanwalt Michael Eckert aus eigener Erfahrung – siehe Interview auf Seite 31.