Familiärer Aktionismus im Autohaus Bernegger

Autor: Jakob Schreiner

Vom Offroad-Spaß in der Kiesgrube bis zum Nervenkitzel auf dem Nürburgring – im Rosenheimer Autohaus Bernegger packt die ganze Familie mit an. Mit Events und Einsatz überzeugte der FCA-Händler die Jury des Vertriebs Awards in der Kategorie Familienbetrieb.

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In der lokalen Kiesgrube können Kunden des Autohauses Bernegger die Offroad-Eigenschaften der Jeep-Modelle ausgiebig testen.
In der lokalen Kiesgrube können Kunden des Autohauses Bernegger die Offroad-Eigenschaften der Jeep-Modelle ausgiebig testen.
(Bild: Autohaus Bernegger)

Der zweimillionste Fiat 500 ist rot, rollte in der S-Version vom Band, hat einen 105 PS starken Twinair-Turbomotor – und, wie es der Zufall wollte: Es verschlug den kleinen Italiener nach Rosenheim zum FCA-Marken-Händler Bernegger (Fiat, Abarth, Alfa Romeo und Jeep). Dort wurde der Jubilar an die neue Besitzerin – eine junge Kindergärtnerin aus München – übergeben. Anders als dieses Ereignis sind die vielen Event- und Marketingaktionen des in zweiter Generation geführten Familienbetriebs alles andere als zufällig.

Neben den gängigen Werbeanzeigen über die Lokalzeitung, das Radio oder das Internet sowie den Fernseher hat das Autohaus für seine Kunden immer etwas Besonderes parat: Es lädt Kunden zum Testfahren der Jeep-Geländewagen in die örtliche Kiesgrube ein, fährt mit einer Kolonne von sieben Abarth-Fahrzeugen für ein Wochenende auf den Nürburgring oder präsentiert sich mit Offroadern von Jeep auf der nahe gelegenen Skipiste sowie dem regionalen Apfelmarkt. So ist es stets mit dem richtigen Fahrzeug am richtigen Ort, um neue Kunden zu gewinnen und alte Bande zu stärken.

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Herstellerevents wie die „Red-Night“ von Alfa Romeo verwandeln sich dank pfiffiger Ideen zu einer Casino-Nacht. Hier strömten zuletzt rund 400 Besucher in das Autohaus. Während des jährlich stattfindenden Rosenheimer Sommerfestivals chauffieren „VIP-Shuttles“ fünf Tage lang durch die Stadt, und auch sonst ist das Autohaus Bernegger bei vielen städtischen Veranstaltungen wie der „Langen Nacht“ im Oktober oder dem Rosenheimer Automobilsalon präsent. Um aufzufallen, scheut es keine Mühen. So werden einem Abarth 500 und einem Spider 240 beziehungsweise 210 PS spendiert, ein Jeep höher gelegt und ein Alfa Romeo Giulia im DTM-Design foliert. Das sorgt für Gesprächsstoff. Zusätzlich unterstützt das Autohaus die lokalen Fußballmannschaften und Faschingsgruppen.

Hinter all diesen Events, Aktionen und Veranstaltungen stecken die Geschäftsführer Uschi Bernegger-Schneider und Siegfried Bernegger mit ihrem 27-köpfigen Team, von dem übrigens acht zum engeren Familienkreis zählen. „Bislang hat es dem Familienfrieden noch nicht geschadet“, sagt Siegfried Bernegger mit einem Lachen. Damit den beiden die Ideen nicht ausgehen, engagieren sie sich im City-Management der Stadt. Dort werden stetig neue Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit städtischen Verantwortlichen und anderen Unternehmern diskutiert und auch umgesetzt.

Über dem Durchschnitt

Mit seinem Engagement ist es dem Autohaus gelungen, die Marktanteile der einzelnen Fabrikate weit über den Bundesschnitt zu heben. Dabei konzentriert es sich hauptsächlich auf einen lokalen Markt im Umkreis von etwa 50 Kilometern und mit Jeep auf den Münchner Raum, da hier das Händlernetz deutlich weitmaschiger ist als bei den anderen Fabrikaten. Zu den hohen Marktanteilen tragen auch die Verkäufer ihren nicht unerheblichen Teil bei. Jeder hat seine Marke, auf die er speziell geschult ist. Aber, betont Siegfried Bernegger: In seinem Autohaus könne „jeder alles verkaufen“.

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Das gelinge durch die regelmäßigen Verkäufer-Meetings, in denen sich das gesamte Team auf den aktuellen Stand jeder Marke bringt. Damit auch die beiden Geschäftsführer den Überblick behalten, gehen sie arbeitsteilig vor. „Ich kümmere mich um den kaufmännischen Teil, Siegfried hat den Service im Blick. Zusätzlich haben wir die fünf Marken untereinander aufgeteilt“, erläutert Uschi Bernegger-Schneider. Bei der Fülle an Informationen verliere man sonst alleine rasch den Überblick.

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Redakteur Ressort Service & Technik