Abgasuntersuchung Fast sechs Prozent der Fahrzeuge zeigen Mängel

Autor / Redakteur: Nick Luhmann / Doris Pfaff

Die Mängelquote von Fahrzeugen bei der Abgasuntersuchung ist gegenüber dem Vorjahr minimal gesunken: 5,9 Prozent wiesen Mängel auf. Nicht alle konnten die Kfz-Werkstätten beheben. Bei rund 375.700 Fahrzeugen waren die Messwerte so schlecht, dass die Fahrzeuge nicht mehr auf die Straße durften.

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Bei der Abgasuntersuchung stoßen die Prüfer in den Kfz-Werkstätten jedes Jahr immer wieder auf Fahrzeuge, die die gesetzlichen Grenzwerte bei den Abgasen nicht einhalten und deshalb nicht weiterfahren dürfen.
Bei der Abgasuntersuchung stoßen die Prüfer in den Kfz-Werkstätten jedes Jahr immer wieder auf Fahrzeuge, die die gesetzlichen Grenzwerte bei den Abgasen nicht einhalten und deshalb nicht weiterfahren dürfen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Rund 1,31 Millionen Mängel bei der Abgasuntersuchung an Pkw und Nutzfahrzeugen (AU) sowie Krafträdern (AUK) haben die 30.560 anerkannten AU-Werkstätten im vergangenen Jahr ermittelt. Das geht aus dem Abschlussbericht zur AU-Mängelstatistik für das Jahr 2020 des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hervor.

Bei rund 718.000 der insgesamt fast 12,09 Millionen untersuchten AU-pflichtigen Kraftfahrzeuge wurden abgasrelevante Mängel festgestellt. Das entspricht einer durchschnittlichen Mängelquote von 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Von den beanstandeten Fahrzeugen konnten über 342.000 Fahrzeuge bei einer Wartung bzw. Inspektion oder Reparatur wieder instand gesetzt und somit auf das zulässige Emissionsniveau zurückgeführt werden.

„Wie wichtig die Abgasuntersuchung insbesondere auch für den Umweltschutz ist, macht das Ergebnis unserer Statistik einmal mehr deutlich“, betont ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk. „Denn rund 375.700 Fahrzeuge und damit mehr als die Hälfte der beanstandeten Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder konnten nicht mehr für den Straßenverkehr freigegeben werden. Unsere Betriebe sorgen also nicht nur für die Betriebssicherheit der Fahrzeuge, sondern kümmern sich insbesondere auch um die Einhaltung der wichtigen umweltrelevanten Parameter.“

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