FCA: Marchionne will weniger Budget-Autos

Autor: Christoph Seyerlein

Kurz vor seinem Abschied krempelt Sergio Marchionne Fiat Chrysler noch einmal ordentlich um. Der Autobauer soll sich künftig stärker auf margenträchtigere Fahrzeuge fokussieren. Für zwei bekannte Modelle bedeutet das wohl das Aus.

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Sergio Marchionne krempelt Fiat Chrysler noch einmal um.
Sergio Marchionne krempelt Fiat Chrysler noch einmal um.
(Foto: FCA)

Bevor er sich im kommenden Jahr aller Voraussicht nach verabschieden wird, baut Sergio Marchionne Fiat Chrysler offenbar noch einmal an einigen Stellen um. Wie der Finanzdienst „Bloomberg“ mit Verweis auf informierte Kreise berichtet, will er beispielsweise Budget-Autos wie den Fiat Punto und den Alfa Romeo Mito aus dem Programm streichen. Stattdessen soll sich der Autobauer auf höher positionierte Modelle konzentrieren.

Dem Fiat Panda soll es dem Bericht zufolge zwar nicht an den Kragen gehen, allerdings will Marchionne das Auto offenbar künftig in Polen bauen lassen statt wie bisher in Pomigliano D'Arco nahe Neapel. Der Grund dafür: Der FCA-Chef hält es für sinnlos, günstige Fahrzeuge in Ländern mit hohem Lohnniveau produzieren zu lassen. Der Fiat 500 läuft bereits in Polen vom Band.

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Die frei werdenden Kapazitäten in Italien will Marchionne laut Bloomberg für die Produktion von Jeep- und Maserati-Modellen nutzen. Der 65-Jährige soll beispielsweise mit dem Gedanken spielen, ein zweites Maserati-SUV neben dem Levante auf den Markt zu bringen. Ob die Veränderungen aber ausreichen, um alle Werke in Italien auszulasten, ist unklar.

Eine ähnliche Strategie hatte Marchionne vor rund zwei Jahren bereits in den USA gefahren. Dort strich er den Chrysler 200 und den Dodge Dart aus dem Programm und setzte stattdessen auf SUVs und Pick-ups von Jeep und Ram. Bislang zahlt sich das aus: Seit der Umstrukturierung hat FCA in den Staaten spürbar mehr Gewinn gemacht.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«