Suchen

FCA-Mega-Rückruf: Auch deutsche Fahrzeuge betroffen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Ein Tempomat-Problem führt in Nordamerika 5,5 Millionen Fahrzeuge aus dem Fiat-Chrysler-Konzern zu einem Software-Check in der Werkstatt. In Deutschland ist von dem Rückruf der Jeep Grand Cherokee in einer relevanten Stückzahl betroffen.

Firma zum Thema

(Bild: Fiat Chrysler)

Ein Millionenrückruf bei Fiat Chrysler (FCA) wegen Tempomat-Problemen hat auch für Deutschland – wenn auch überschaubar – Konsequenzen. Das geht aus einer Liste hervor, die »kfz-betrieb« vorliegt. Demnach ruft der Hersteller im Rahmen der Aktion „U63“ insgesamt 2.730 Jeep Grand Cherokee (Modellcode WK) zurück.

In der Liste tauchen auch zahlreiche Fahrzeuge auf, für die FCA hierzulande eine Rückrufzahl von „0“ ausweist. Trotzdem erscheinen sie in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Es muss also von einer unbekannten Stückzahl betroffener Grauimporte ausgegangen werden, die aber keine dramatische Dimension aufweisen dürfte. „Sauber“ importiert wurden 384 Jeep Cherokee (KL) und 141 Fiat Freemont (JF), für die ebenfalls ein Boxenstopp ansteht.

Allein in Nordamerika ruft der Konzern seit Anfang Juli dagegen 5,5 Millionen Einheiten unterschiedlicher Modelljahre zwischen 2014 und 2019 zurück (Aktionen „U49“, „U59“ und „U60“ bis „U65“), weil der Tempomat unter Umständen nur mittels der Bremse oder durch einen Schaltvorgang in den Leerlauf deaktiviert werden kann. Ursache sei ein Kurzschluss im Fahrzeug, der zu einer Kommunikationsunterbrechung des CAN-C-Buses führt, so ein Sprecher von FCA Deutschland.

Die Vertragsbetriebe prüfen die PCM-Software (Powertrain Control Module) und führen bei Bedarf eine Aktualisierung durch. Dies soll maximal 20 Minuten dauern. In Nordamerika rät der Hersteller den Fahrzeughaltern, den Tempomat bis zum Werkstattbesuch nicht mehr zu benutzen.

(ID:45423144)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist