Werkstattausrüstung Fehlbremsung

Von Steffen Dominsky

Die schlechte Nachricht: Der Bundesverband der Werkstattausrüster beklagt wieder Probleme bei der Umsetzung einer neuen Richtlinie, konkret der für Bremsprüfstände. Die gute Nachricht: Auf Werkstätten kommen dieses Mal keine Kosten zu – theoretisch.

Ab kommendem Jahr tritt eine neue Bremsprüfstandsricht- linie in Kraft. Sie bereitet den Herstellern dieser Prüfstände jedoch reichlich Kopfzerbrechen.
Ab kommendem Jahr tritt eine neue Bremsprüfstandsricht- linie in Kraft. Sie bereitet den Herstellern dieser Prüfstände jedoch reichlich Kopfzerbrechen.
(Bild: Maha)

Glatt ist ein Zustand beziehungsweise eine Eigenschaft, die auf vieles im Leben zutrifft. Nur offenbar nicht auf die Einführung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien für den automobilen Service. Jüngstes Beispiel: die neue „Richtlinie für die Anwendung, Beschaffenheit und Prüfung von Bremsprüfständen“, kurz Bremsprüfstandsrichtlinie. Diese hat der Gesetzgeber nach zehn Jahren überarbeitet und am 31. Juli im Verkehrsblatt 14/2021 veröffentlicht. Demnach muss jeder die neue Richtlinie ab 1. Juli 2022 anwenden, das heißt, ab diesem Datum müssen erstmals zur Baumusterprüfung vorgestellte Bremsprüfstände nach diesen Vorgaben abgenommen werden.

Doch bereits im Vorfeld hat die Richtlinie für zahlreiche Diskussionen und Arbeit gesorgt, besonders im Fachbereich „Prüfstände“ des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen (ASA). „Wir sind nicht glücklich mit dem Ergebnis und haben bei den zuständigen Stellen weiteren Gesprächsbedarf angemeldet“, erklärt Christian Thalheimer, Vorsitzender des Fachbereichs.