Fernabsatz treibt Transportermarkt

VDIK rechnet mit stabilen Neuzulassungen auf hohem Niveau

| Autor: Christoph Baeuchle

(Bild: Renault)

Der Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland bleibt auf Kurs. Nach einem Zuwachs von rund 3,3 Prozent auf 369.000 Einheiten geht der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) für 2018 von einem ähnlich starken Markt aus. Für diese solide Entwicklung mit verantwortlich ist der seit Jahren wachsende Online-Handel – schließlich müssen die Bestellungen auch ausgeliefert werden. Laut Statista hat sich der Online-Umsatz von 24,6 Milliarden auf 73 Milliarden 2017 fast verdreifacht.

„Im Nutzfahrzeug-Markt sehen wir für 2018 eine weiterhin stabile Nachfrage“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel während einer Pressekonferenz in Frankfurt. Auch mittel- und langfristig gehe der Verband davon aus, dass das aktuell hohe Neuzulassungsniveau aufgrund der großen und weiter steigenden Transportmengen beibehalten wird.

Dazu tragen vor allem die leichten Nutzfahrzeuge bei: Sie legen im Jahresverlauf um 4,6 Prozent auf rund 270.000 Einheiten zu. Dagegen bleiben die mittelschweren Nutzfahrzeuge (3,5 bis 16 Tonnen) mit einem Rückgang von 3 Prozent auf 29.000 Stück deutlich unter dem Vorjahr. Ein kleines Plus von einem Prozent auf 70.000 Lkws verbucht die schwere Klasse.

Die Neuzulassungen der internationalen Hersteller wuchsen in etwa parallel zum Gesamtmarkt, ihr Marktanteil bleibt mit rund 27 Prozent stabil. Für die VDIK-Marken bedeutet das etwa 98.500 neue Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr. Dabei bleibt der Dieselmotor die vorherrschende Antriebsart. Künftig werde aber das Angebot an Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb stetig ausgebaut, hieß es seitens des VDIK. Zudem sollen gasbetriebene Nutzfahrzeuge im kommenden Jahr verstärkt verfügbar sein.

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