Fiat/Abarth: Sanftes Wachstum

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Jens Rehberg / Jens Rehberg

FCA Deutschland will den Druck aus der Zentrale nicht mehr 1:1 an die Partner weitergeben. Auch für Fiat setzt Marken-Chef Roberto Debortoli auf faire, machbare Zielvorgaben. Bei den Modellen stehen der Tipo und der 500 X im Fokus der Bemühungen.

Roberto Debortoli sieht das Verhältnis zwischen Importeur und Vertragspartnern deutlich verbessert.
Roberto Debortoli sieht das Verhältnis zwischen Importeur und Vertragspartnern deutlich verbessert.
(Bild: Rehberg)

Redaktion: Wie ist denn die 89-Euro-Finanzierung für den Fiat 500 im Markt angekommen, die Sie als Reaktion auf die Lidl-Leasingaktion aufgelegt hatten?

Roberto Debortoli: Der Februar war der erfolgreichste Verkaufsmonat für den Fiat 500 seit seiner Modelleinführung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten wir 150 Prozent mehr Bestellungen. Und auch wenn man das Volumen von Lidl abzieht, war es immer noch ein Plus von 50 Prozent. Auch der Rest des Netzes hat durch die Aufmerksamkeit für diese Aktion letztlich profitiert. Das entsprechende Programm der FCA-Bank haben wir übrigens in engem Austausch mit dem Händlerverband realisiert.

Warum haben Sie nicht auch mit einem Leasingprogramm gekontert?

Wir wollten sehr schnell reagieren, da war das nicht machbar. Zudem müssen wir insbesondere unsere kleineren Partner erst auf Privatleasing vorbereiten, das kann man nicht überfallartig im Rahmen einer solchen Aktion machen. Das wird in diesem Jahr aber ein Schwerpunktthema werden. Außerdem kommt hinzu, dass in diesem Segment das Gros über Finanzierung läuft und weniger über ein Leasing.