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Finanzdienstleistungen: Banken müssen mobil machen

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Nach wie vor ist der klassische Ratenkredit beim Autokauf sehr beliebt. Doch gerade in den Städten steigt die Nachfrage nach neuen Mobilitätsangeboten. Das zwingt die Finanzbranche, ihr Produktportfolio breiter aufzufächern.

(Bild: © lassedesignen - stock.adobe.com)

Früher war alles besser.“ Dieser Ausspruch war noch nie wahr. Dennoch hört man ihn immer wieder. Im Bereich der automobilen Finanzdienstleistungen hat er allerdings eine gewisse Berechtigung – zumindest für die Kreditinstitute. Wer vor 20 oder 30 Jahren ein Auto kaufte und dies finanzieren wollte, konnte nur zwischen zwei oder drei Standardprodukten wählen. Für die Autobanken – unabhängig ob frei oder Marke – war die Situation vergleichsweise bequem. Sie boten geringe Auswahl mit simpler Abwicklung: Der Kunde kam ins Autohaus, füllte einen Darlehensvertrag aus, unterschrieb ihn, und das Autohaus schickte den Vertrag mit den notwendigen Unterlagen an die Bank.

Das hat sich längst verändert. Die gesamte Abwicklung muss heute mehr oder minder digital erfolgen. Dementsprechend mussten die Kreditinstitute viel Geld in die Aufrüstung ihrer IT stecken, um eine Systemlandschaft zu schaffen, die den geänderten Ansprüchen der Kunden Rechnung trägt. Dr. Hermann Frohnhaus, Sprecher der Geschäftsführung der BDK, erläutert: „Es gibt sicher eine digitalaffine Kundengruppe, die bereit ist, Finanzdienstleistungen voll digital abzuschließen. Aber natürlich werden es nicht 100 Prozent der Kunden machen.