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Finkenberg: „Yareto bietet Transparenz“

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Andreas Finkenberg hat 2015 das Start-up Yareto als B2B-Portal zur Vermittlung von Autokrediten für den Kfz-Handel ins Leben gerufen. Der Geschäftsführer schildert, wie es läuft und was noch kommt.

(Bild: © Erwin Feischmann)

Andreas Finkenberg: Eindeutig ja. Insbesondere mit der Entwicklung der Händlerbeziehungen, der Kreditanfragen und unserer Umsätze sind wir sehr zufrieden. Hier liegen wir deutlich über Plan. Wir sind mit einem interessanten Geschäftsmodell gestartet. Schließlich hat der Kfz-Handel durch Yareto mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Absatzfinanzierung und kann seinen Kunden so das jeweils tagesaktuell beste Angebot von verschiedenen Partnerbanken präsentieren. Das lohnt sich für die Händler, und viele Kfz-Betriebe haben die Vorteile schnell erkannt. In einer anderen Beziehung haben wir uns aber getäuscht: Wir hatten erwartet, bald Konkurrenz zu bekommen, das ist aber bis heute nicht eingetreten.

Was war schwieriger als erwartet?

Wir hatten eigentlich erwartet, dass wir es schneller schaffen würden, Banken zu überzeugen, mit uns zusammenzuarbeiten. Dafür brauchten wir länger als gedacht. Inzwischen haben wir jedoch genügend Partner gefunden. Aber das war eine mühevolle Geschichte. Ich hatte nicht erwartet, dass die etablierten Autobanken uns so lange als eine Bedrohung ihres Geschäftsmodells empfinden würden. Einige von ihnen sehen uns noch heute nicht als zusätzliche Vertriebschance, sondern denken, dass die Transparenz, die wir mit unserem Angebot in den Markt bringen, ihnen die Preise kaputt macht. Das hatten wir nicht so eingeschätzt