Flottenmarkt gerät im Juli ins Straucheln

Autovermieter investieren stark

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Rückgang der Neuzulassungen im August ist durch viele Faktoren verursacht worden. Auffällig ist allerdings, dass auf den seit vielen Monaten sehr robusten Firmenkunden- und Flottenmarkt ein überdurchschnittlich hoher Rückgang der Zulassungszahlen zurückzuführen ist. In diesem Marktsegment waren im Juli 7,3 Prozent weniger Erstzulassungen zu verbuchen als im Vorjahresmonat, wie eine Auswertung der Marktforschung Dataforce zeigt. Der Gesamtmarkt ging dagegen nur um 3,9 Prozent zurück.

Mit dem Rückgang im Flottenmarkt um 5.400 auf 68.000 Einheiten geht eine Serie zu Ende. Seit Juni 2015 hatte hatten die Zulassungszahlen in dem Segment regelmäßig neue Höchststände erreicht. „Trotz des leichten Rückgangs im Juli liegt der Flottenmarkt weiterhin auf Kurs, um die Marke von 800.000 Neuzulassungen zu übertreffen“, heißt es in einer Dataforce-Mitteilung vom Freitag.

Hersteller und Handel steuerten im Juli auch nicht mit Eigenzulassungen dagegen. Beide Gruppen brachten zusammen 77.500 Einheiten erstmals zur Zulassung. Das waren 5.200 Einheiten weniger als im Vorjahresmonat (- 6,2 %). Dabei brachten die Hersteller und Importeure noch 23.500 Fahrzeuge auf die Straßen (-8,5 %), die Händler sorgten knapp 54.000 Mal für Jungwagen-Nachschub (-5,2 %).

Das größte Marktsegment, der Privatmarkt, entwickelte sich leicht besser als der Gesamtmarkt. Die Zulassungszahlen sanken hier zwar um 3,5 Prozent auf rund 99.400 Einheiten. Doch der Anteil des Privatkundengeschäfts am Gesamtmarkt kletterte damit – wie schon in den beiden Vormonaten – leicht auf 35,6 Prozent. Im Juli 2015 hatte er 0,1 Prozentpunkte darunter gelegen.

Einzig die Zulassungen der Fahrzeugvermieter waren im Juli stark im Plus und sorgten damit für eine gewisse Stabilisierung der Zahlen. In dieses Segment flossen zuletzt 34.000 Fahrzeuge (+9,2 %). Damit war im Juli fast jeder achte Neuwagen durch einen Autovermieter verursacht (12,2 %) – der höchste Wert in diesem Jahr.

Transportermarkt legt zu

Eine Erklärung für den rückläufigen Pkw-Markt sind die zwei fehlenden Arbeitstage im Vergleich zum Vorjahresmonat. Doch dieser statistische Ansatz verfängt nicht bei der Betrachtung des Transporter-Markts (leichte Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities). Die Neuzulassungen kletterten im Juli sogar um nominal 6,4 Prozent.

Besonders kauffreudig waren in diesem Bereich erneut die Autovermieter mit einem Zuwachs von 32 Prozent auf 4.400 Einheiten. Der Privatmarkt legte 11,9 Prozent auf 8.850 Einheiten zu. Und auch die Gewerbekunden orderten im Transportermarkt mehr als im Vorjahresmonat. Hier betrug das Plus 1,8 Prozent auf 17.200 Einheiten.

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