Elektromobilität Förderantrag für E-Flotte samt Lademöglichkeit zeitnah stellen

Autor / Redakteur: Nils Luckmann / Doris Pfaff

Wenn Betriebe im Laufe des Jahres in eine elektrifizierte Flotte investieren möchten, können sie auf eine staatliche Förderung hoffen. Entsprechende Anträge müssen die Unternehmen jedoch bis Ende März stellen.

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Für Unternehmen, die noch 2021 in eine E-Flotte investieren wollen, gibt es zusätzliche Fördermittel – auch für die dazugehörige Ladeinfrastruktur.
Für Unternehmen, die noch 2021 in eine E-Flotte investieren wollen, gibt es zusätzliche Fördermittel – auch für die dazugehörige Ladeinfrastruktur.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Ab sofort und bis zum 31. März 2021 können Gewerbetreibende Anträge für Elektrofahrzeuge (BEV) und die dazugehörige Ladeinfrastruktur stellen, die sie innerhalb der nächsten zwölf Monate anschaffen möchten. Die Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMVI) wurde dahingehend im Dezember 2020 bis 2025 verlängert. Dafür stehen insgesamt 20 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Besondere Unterstützung erfahren gewerbliche Flotten. Investitionsmehrausgaben für Elektrofahrzeuge im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor werden bezuschusst. Die Förderung kann zusätzlich zum Umweltbonus gewährt werden. Eine Kumulierung mit weiteren staatlichen Fördermitteln (zum Beispiel Landesförderungen) ist aber ausgeschlossen.

Onlineseminar bietet Interessenten Hilfen

Für die Förderung ist der Projektträger Jülich zuständig. Er stellt eine Excel-Datei zur Verfügung, mit der sich die förderfähigen Ausgaben ermitteln lassen. Der daraus resultierende gesamte Förderanspruch muss mindestens 9.000 Euro netto betragen, damit ein Antrag bewilligt werden kann. Weitere Informationen dazu bietet ein Onlineseminar am 18. Februar ab 14 Uhr.

Die Höhe des Investitionszuschusses richtet sich nach dem Antragsteller:

  • Wirtschaftlich tätige Unternehmen erhalten einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent der Investitionsmehrausgaben.
  • Mittlere und kleine Unternehmen können einen Bonus von 10 beziehungsweise 20 Prozent erhalten, wenn sie eine KMU-Erklärung einreichen.
  • Für kommunale Unternehmen gilt eine Förderquote von 90 Prozent.

Die wichtigsten Förderbedingungen im Überblick:

  • Es muss sich um ein rein elektrisch betriebenes Neufahrzeug (BEV) handeln.
  • Fahrzeuge mit maximal 1.000 Kilometern Laufleistung und Erstzulassung auf den Hersteller oder Händler gelten dabei auch als Neufahrzeuge.
  • Es werden nur die Fahrzeugklassen M1, L2e, L5e, L6e und L7e sowie Sonderfahrzeuge gefördert.
  • Pkw dürfen einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von 65.000 Euro nicht überschreiten (siehe BAFA-Liste).
  • Fahrzeuge müssen mindestens zu 60 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Die Anträge müssen online und postalisch bis zum 31. März 2021 (Poststempel) eingegangen sein. Online sind die Anträge über das Easyonline-Portal einzureichen. Postalisch müssen die Unterlagen an den Projektträger Jülich gesendet werden: Forschungszentrum Jülich GmbH, Postfach 61 02 47, Fachbereich EVI2, 10923 Berlin. Weitere Informationen zum Antragsverfahren bietet der Projektträger.

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