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Förderkriterien der Elektroprämie: Der Handel verliert Millionen

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Doris Pfaff-Manhold / Doris Pfaff

Der ZDK bemüht sich beim Bundeswirtschaftsministerium um eine Nachbesserung bei den Förderkriterien für die E-Prämie, weil sonst junge E-Fahrzeuge abgewertet werden. Marcus Weller und Christoph Stricker vom ZDK erläutern die Hintergründe.

Marcus Weller, Referent Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate im ZDK, Verantwortlicher für alternative Antriebe.
Marcus Weller, Referent Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate im ZDK, Verantwortlicher für alternative Antriebe.
(Bild: ZDK)

Marcus Weller: Mit der Verdoppelung des Bundesanteils am Umweltbonus, Stichwort „Innovationsprämie“, bleiben die E-Fahrzeuge auf der Strecke, die vor dem 3. Juni auf den Handel zugelassen wurden. Bei diesen Fahrzeugen ergeben sich zwei verschiedene Situationen für den Händler: Entweder hat er den Umweltbonus als Ersthalter schon beantragt, dann muss der Händler das Auto mindestens sechs Monate halten. Er erhält dann den „alten“ Bundesanteil und somit 3.000 Euro weniger Förderung als ein Kunde für ein neues Bestellfahrzeug. Oder: Der Umweltbonus wird vom Händler als Ersthalter nicht beantragt, dann hat er keine Mindesthaltedauer und kann das Fahrzeug als junges Gebrauchtfahrzeug verkaufen. Der Käufer kann als Zweithalter von der Innovationsprämie profitieren. Um die Förderung zu erhalten, muss der Händler jedoch mindestens 20 Prozent Nachlass zuzüglich des Herstelleranteils am Umweltbonus gewähren. Dies übersteigt die übliche Händlermarge bei E-Fahrzeugen deutlich.

Lässt sich die Abwertung für den Handel beziffern?

Referent Christoph Stricker ist für Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate im ZDK zuständig.
Referent Christoph Stricker ist für Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate im ZDK zuständig.
(Bild: ZDK)