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Ford Bronco: Comeback als eigene Marke

| Autor / Redakteur: sp-x/vh / Viktoria Hahn

Neben dem Mustang reitet künftig der Bronco. Ford will für seine neue Offroader-Familie eine eigene Submarke etablieren. Kunden können die drei neuen Modelle nun vorbestellen. In Deutschland gibt es damit aber ein Problem.

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Ford wird eine neue Generation von Geländewagen unter der Submarke Bronco anbieten.
Ford wird eine neue Generation von Geländewagen unter der Submarke Bronco anbieten.
(Bild: Ford)

Ford will seine künftigen Offroad-Modelle in den USA unter der neuen Submarke „Bronco“ einführen. Seit dem 13. Juli können US-Kunden diese gegen eine erstattbare Anzahlung von 100 Dollar reservieren. Für 2021 hat Ford einen als Zwei- sowie erstmals als Viertürer angebotenen Geländewagen angekündigt. Das Kompakt-SUV Sport soll die Familie künftig ergänzen und ist vornehmlich für den Asphalteinsatz vorgesehen. Die drei Allrad-Fahrzeuge werden auf dem Kühlergrill nicht das Ford-Oval, sondern ein wildes Pferd – ähnlich dem Mustang-Logo – tragen.

Kernmodell der neuen Submarke wird ein klassischer Geländewagen, der gegen Jeep Wrangler und Land Rover Defender antritt. Vorbild ist der Ur-Bronco aus den 1960er-Jahren, ein robuster und kompakter Geländewagen, dessen Nachfolger bis 1996 gebaut wurden.

Ford Bronco: Offroader-Familie als eigene Marke
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Die geländetauglichen Bronco-Versionen, die mit kurzem und langem Radstand erhältlich sind, kommen mit zwei Allradvarianten, die unterschiedlich viel Rüstzeug für den Offroadeinsatz mitbringen. Außerdem verfügt der Bronco über ein sogenanntes Terrain-Management-System, welches die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi etwa für Fahrten auf Sand oder über steiniges Gelände erlaubt.

Während das Fahrzeug vorne Einzelradaufhängung bietet, steht es hinten auf einer Starrachse. Die Bodenfreiheit liegt bei 30 Zentimeter, die Wattiefe bei 85 Zentimeter. Speziell für die Ausstattung Wild Trak gibt es ab Werk Matsch-Bereifung im 35-Zoll-Format. Eine Besonderheit ist ein semi-aktiver hydraulischer Stabilisator, der sich abhängig von der Fahrsituation aktivieren oder ausschalten lässt.

Wahl zwischen zwei Motoren

Bei den Motoren stehen in den großen Versionen ein 2,3-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 201 kW/274 PS oder ein 2,7-Liter-V6 mit 231 kW/314 PS zur Wahl. Kombinierbar sind diese mit einer 10-Gang-Automatik oder einen Siebengang-Handschaltgetriebe.

Alternativ ist die Variante Bronco Sport mit rundum Einzelradaufhängung und ebenfalls serienmäßigem Allradantrieb vorgesehen. Der gut 4,40 Meter lange Sport, der sich mit dem Ford Escape die C2-Plattform teilt, ist wahlweise mit einem 1,5-Liter-Benziner mit 135 kW/184 PS oder einer Zweiliter-Maschine mit 183 kW/248 PS kombinierbar. Eine Achtgangautomatik ist hier Standard.

Anders als der Sport mit fester Dachkonstruktion sind die Karosserien der Offroader-Versionen modular aufgebaut. Sie erlauben das einfache Entfernen vor Dachelementen und Türen. Beim Viertürer, der auch Stauraum zum Transport der abgenommenen Türen bietet, kann der Kunde zwischen einem Soft- und einem Hardtop wählen.

Bronco kommt nicht nach Deutschland

Mit der Neuauflage und der Gründung einer neuen Marke will Ford auch vom ungebrochenen SUV-Boom profitieren. Ein Start der Submarke hierzulande ist laut einem deutschen Ford-Pressesprecher allerdings nicht vorgesehen.

Im Internet bietet der Autohersteller bereits Merchandise-Artikel unter dem Bronco-Label an. Außerdem will der Hersteller im nächsten Jahr vier sogenannte „Off-Roadeo“-Abenteuerspielplätze in den Vereinigten Staaten eröffnen. In den Outdoor-Parks sollen Kunden die neuen Broncos auf anspruchsvollem Gelände testen können.

Der Verkauf soll in den USA im kommenden Frühjahr beginnen. Die Preise der Geländewagen beginnen bei knapp 30.000 US-Dollar (ungefähr 26.500 Euro). Mit 28.155 Dollar (rund 24.670 Euro) ist das SUV Sport etwas günstiger. Ford rät Interessenten, sich ihr Exemplar schnell zu reservieren. Offenbar erwarten die Dearborner einen heftigen Andrang auf dieses Stück Steigeisen, auch im Wettbewerb mit dem omnipotenten Land Rover Defender. Anders als die Engländer gehen die Amerikaner nicht den Weg über Design und Technik in die Moderne. Der Bronco gibt sich markiger und zeigt sich deswegen sogar im Retro-Design.

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