Ford: „Die Marke weiter voran bringen“

Autor: Wolfgang Michel

Der neue Ford Mustang ist der stärkste Imageträger für die Marke. Viel wichtiger für die positive Entwicklung des Fabrikats ist aber der dauerhafte Erfolg von Mondeo & Co.

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Mit einem Einstiegspreis von 40.000 Euro für die 5-Liter-V8-Coupé-Version ist der Ford Mustang fast ein Schnäppchen.
Mit einem Einstiegspreis von 40.000 Euro für die 5-Liter-V8-Coupé-Version ist der Ford Mustang fast ein Schnäppchen.
(Foto: Michel)

Was hat der Blitzmarathon in Deutschland mit Ford zu tun? Die Antwort auf die Frage gab Wolfgang Kopplin: „Wir übernehmen zwar nicht die Kosten für die Knöllchen, aber eine neue Technologie von Ford macht mit versehentlich zu schnell fahren Schluss“, sagte der Ford-Geschäftsführer im Rahmen einer Presseveranstaltung im oberbayerischen Hohenkammer Ende Mai.

Für den neuen S-Max bietet der Hersteller erstmals einen Geschwindigkeitsbegrenzer mit Verkehrsschild-Erkennungssystem an. Ist das System aktiviert, erfasst die Frontkamera das auf dem Schild vorgegebene Tempolimit und stellt die Geschwindigkeit automatisch darauf ein. „Das System ist nur so lange aktiv, bis man sich dazu entschließt, die Geschwindigkeitsbegrenzung durch einen Tritt aufs Gaspedal aufzuheben. Die Entscheidung, wie schnell man fahren will, liegt also beim Fahrer des neuen S-Max“, betont der für Marketing und Vertrieb verantwortliche Ford-Manager.

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Apropos Gaspedal: Weiter Gas geben möchte Ford 2015 auf breiter Front. In Deutschland will die Marke sowohl mit den Pkw- als auch den Nutzfahrzeugbaureihen kräftig punkten. „Der April war wieder ein herausragender Monat. Wir haben sogar das stärkste April-Ergebnis seit mehr als zehn Jahren erreicht“ sagt Kopplin. Vor allem Mondeo und Focus hätten zu diesem „herausragenden Abschneiden beigetragen“. Über das erste Quartal äußerst sich der Geschäftsführer sichtlich zufrieden: „Insgesamt konnten wir 59.105 Fahrzeuge verkaufen, 6,8 Prozent mehr als im ersten Quartal 2014“. Auf die Frage nach dem Grund sagte er: „Wir können immer mehr Menschen von unseren attraktiven Produkten überzeugen. Das liegt nicht zuletzt an unserer umfassenden Produkt- und Technologieoffensive, die wir weiter entschlossen fortsetzen“.

Mustang für 35.000 Euro

Stichwort Produktoffensive: Auf Focus und Mondeo folgen in den nächsten Monaten der überarbeitete C-Max sowie die zweite Generation des S-Max. Auch die neue Generation des Galaxy steht in den Startlöchern. Sie soll Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Längst von sich reden gemacht hat der neue Ford Mustang. Erstmals in seiner über fünfzigjährigen Geschichte steht das Auto auch in den Verkaufslisten der europäischen Vertragshändler. Erhältlich ist der Mustang in zwei Modellvarianten: als zweitüriges Coupé und als zweitüriges Cabriolet mit einem Faltverdeck aus Stoff. Für Deutschland erwartet Ford einen Verkaufsanteil von 60 Prozent Coupé und 40 Prozent Cabriolet.

Für beide Modelle stehen zwei Motoren parat. Zum einen der 2,3-Liter-Turbomotor (233 kW/317 PS), zum anderen ein V8-Motor mit fünf Litern Hubraum (310 kW/421 PS). Beide Motoren erfüllen die Euro-6-Norm und sind mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit einer 6-Gang-Automatik und Schaltwippen am Lenkrad erhältlich. „Wir rechnen damit, dass sich 35 Prozent der Käufer für den 2,3-Liter entscheiden und dementsprechend rund 65 Prozent für den V8“, sagt Kopplin. Der Einstiegspreis für das Coupé mit dem 2,3-Liter-Motor und Sechs-Gang-Schaltgetriebe beträgt 35.000 Euro. Der Mustang GT mit dem 5,0-Liter-V8-Motor startet als Coupe ab 40.000 Euro.

An die Kunden sollen die ersten Fahrzeuge im Juli ausgeliefert werden. Über den derzeitigen Auftragseingang sagt Kopplin: „Bisher konnten wir in Europa 2.600 Bestellungen verbuchen, davon in Deutschland rund 1.000. Insgesamt rechnen wir in diesem Jahr mit 3.000 verkauften Einheiten, für das nächste Jahr dann mit 4.000 Einheiten.“

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«