Elektromobilität Ford gründet eigene Sparte für E-Autos

Quelle: dpa

Der US-Autobauer spaltet sein Geschäft künftig auf: Elektro- und Verbrennerfahrzeuge sind künftig in eigenen Einheiten organisiert. Was sich Ford davon erhofft.

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Die Elektro-Auto-Sparte soll „Ford Model E“ heißen.
Die Elektro-Auto-Sparte soll „Ford Model E“ heißen.
(Bild: Ford)

Der US-Autobauer Ford will seine Elektro-Offensive durch einen großen Konzernumbau beschleunigen. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch in Dearborn bei Detroit an, das Geschäft mit batteriebetriebenen und vernetzten Fahrzeugen in Zukunft in einer eigenständigen Sparte zu betreiben. Dieser Geschäftsbereich soll unter dem Namen „Ford Model E“ laufen. Das traditionelle Hauptgeschäft nennt sich künftig „Ford Blue“.

Ford steckt 2022 fünf Milliarden Dollar in E-Autos

Die großen US-Hersteller Ford und General Motors sind durch den Erfolg des Vorreiters Tesla stark unter Druck geraten, ihr Geschäft mit Elektroautos zu forcieren. Ford will allein in diesem Jahr rund fünf Milliarden Dollar in diesen Bereich stecken und bis 2026 weltweit mehr als zwei Millionen E-Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. Das würde rund einem Drittel des globalen Absatzes des Konzerns entsprechen. In dem Jahr peilt Ford auch eine um Sondereffekte bereinigte Umsatzrendite von zehn Prozent im Gesamtkonzern an.

Ab 2023 sollen die unterschiedlichen Sparten von herkömmlichen Verbrennern und Elektroautos eigene Gewinn- und Verlustrechnungen ausweisen. Das würde es Investoren erleichtern, die Geschäfte zu bewerten. Die Ford-Aktie legte vorbörslich in den USA in einer Erholungsbewegung um 3,4 Prozent zu. Am Vortag hatten die Papiere fast 5 Prozent verloren.

Mit der Umstrukturierung werden auch einige Posten neu geschaffen und verteilt. Die Elektro-Sparte leitet Jim Farley, der jene Aufgabe zusätzlich zu seiner Rolle als Konzernchef übernimmt. „Wir gehen ‚all-in‘“, kommentierte er den Schritt.

Die Verbrenner-Einheit verantwortet Kumar Galhotra, bislang Amerika-Vertriebschef. Den Transformationsprozess soll Europachef Stuart Rowley zusätzlich zu seinen aktuellen Aufgaben als „Chief Transformation and Quality Officer“ überwachen.

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