Ford-Händler „in der Sparzange“

Druck auf die deutschen Ford-Partner wächst

| Autor: Julia Mauritz

Im ersten Quartal 2019 stieg die Rendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch um 0,35 Prozentpunkte auf 1,14 Prozent. „Der Start in 2019 kann als gelungen bezeichnet werden“, sagte Krause. Hans-Jörg Klein, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Ford Deutschland, sieht den deutschen Ford-Handel wirtschaftlich ebenfalls gut aufgestellt: 94 Prozent der Partner seien aktuell profitabel, dabei seien die Ford-Exklusivpartner wirtschaftlich deutlich besser aufgestellt als die Mehrmarkenhändler.

Angesichts des aktuellen Sparkurses des Herstellers sei es wichtig, dass das ertragsreiche Servicegeschäft nicht noch stärker unter Druck gerate, mahnte Klaus Sorg, der als Sprecher des Arbeitskreises Service & Teile das Thema Aftersales verantwortet. Anders als das Neuwagen-Bonussystem sei das neue Bonussystem im Bereich Service verkompliziert worden. Zudem beklagt Sorg, dass der Hersteller versuche, Kosten auf den Handel abzuwälzen und Arbeitszeitvorgaben zu kürzen. Kalkulationen seien nur schwer möglich.

Hans-Jörg Klein, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Ford, beruhigte die Ford-Partner, dass der Hersteller auch künftig an seiner Vertriebsstrategie festhalten werde. Die taktischen Zulassungen, die per Ende April bei unterdurchschnittlichen 15 Prozent lagen, würden der Befürchtungen des Partnerverbands, nicht steigen.

Gleichzeitig zeigte der Ford-Manager auf, wie weit die Händler in diesem Jahr beim Erreichen ihrer Verkaufsziele schon gekommen sind: Von den rund 7.000 zusätzlich für das Jahr geplanten Einheiten seien nach vier Monaten schon 6.500 erreicht. Insgesamt strebt der Hersteller im laufenden Jahr 310.000 Pkw- und Nutzfahrzeugzulassungen und einen Marktanteil von acht Prozent an. Ford bleibe in Deutschland auf Wachstumskurs. „Wir sind mittlerweile die Nummer zwei im Privatkundengeschäft und hatten im ersten Quartal 2019 im Nutzfahrzeuggeschäft den besten Marktanteil seit 1995“

Voller Fokus auf SUVs

In den kommenden Monaten will Ford den Fokus vor allem auf das SUV-Segment legen. Im laufenden Jahr sei bislang jedes zweite an Privatkunden verkaufte Auto ein SUV oder eine Active-Fahrzeugvariante gewesen, betonte Klein. Das „volumenmäßige Flaggschiff“ soll der Kuga werden, der im April 2020 an den Start geht. „Damit werden wir einen Riesenerfolg am Markt haben“, prognostizierte der Geschäftsführer.

Ford Kuga: Noch ein Jahr nur gucken, nicht anfassen

Den Kuga soll es von Anfang an sowohl als Mild- und Vollhybrid als auch als Plug-in-Hybrid geben. Die Elektrifizierung ist ein weiteres Kernthema bei Ford. 15 Fahrzeuge sollen in diesem und im kommenden Jahr auf den Markt kommen „Wir stellen uns in Sachen Hybrid groß auf“, so Klein.

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