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Ford investiert in Robotik und Echtzeitsimulation

| Autor: Andreas Grimm

Der US-Autobauer hat das Software-Unternehmen Quantum Signal gekauft. Ford erhofft sich davon einen Kompetenzzuwachs zur Entwicklung autonom fahrender Autos. Zu den Referenzen von Quantum gehört unter anderem das US-Militär.

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(Bild: Ford)

Um im Bereich autonomes Fahren schneller voranzukommen, hat Ford die US-Firma Quantum Signal erworben. Das 1999 gegründete Unternehmen ist auf mobile Robotik spezialisiert. Der bisherige Firmensitz in Saline im US-Bundesstaat Michigan soll erhalten bleiben, auch um die bisherige Struktur und Firmenkultur von Quantum Signal zu erhalten, heißt es in einer Ford-Mitteilung.

Quantum Signal hat bereits bei der Realisierung von militärischen Roboter-Programmen mitgewirkt. Beispielsweise half das Unternehmen dem US-Militär bei der Entwicklung einer Software, mit der Roboterfahrzeuge aus Tausenden von Kilometern Entfernung ferngesteuert werden können. Zudem errichtete das Unternehmen eine Simulationsumgebung zum Testen des Designs autonomer Fahrzeuge.

Diese Kompetenzen machen Quantum für Ford interessant, erläutert Randal Visintainer, Technikchef der Unternehmenseinheit Ford Autonomous Vehicles. Damit könne Ford umfassende Simulationsumgebungen entwickeln, „in denen sich unsere Fahrzeuge und unser gesamtes Geschäftsmodell testen lassen, um weitere Leistungsverbesserungen zu erzielen“.

Ford hat in den vergangenen Jahren wie viele Autobauer bereits ein Expertenteam für Softwareentwicklung, Simulation und künstliche Intelligenz zusammengestellt, um die Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu beschleunigen. Mit dem Erwerb von Quantum Signal kommt nun viel Erfahrung auf dem Gebiet der Echtzeitsimulation sowie den Bereichen der Robotik- und Sensoren-Technologie in den Konzern.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«