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Ford: Mehr Sicherheit bei Nacht

| Redakteur: Christopher Kampfmann

Schlecht beleuchtete Straßen bergen ein hohes Gefahrenpotenzial. Ford entwickelt zwei neue Lichtsysteme, die Fahrern dabei helfen sollen, potenzielle Gefahren bei Nacht schneller zu erfassen.

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Zwei neue Lichttechniken von Ford sollen das Fahren bei Nacht sicherer machen.
Zwei neue Lichttechniken von Ford sollen das Fahren bei Nacht sicherer machen.
(Foto: Ford)

Speziell auf unbeleuchteten Straßen ist Autofahren bei Nacht für viele Menschen unangenehm. Ford entwickelt neue Lichttechniken, mit denen potenzielle Gefahren wie etwa Fußgänger, Radfahrer und Tiere auf der Fahrbahn frühzeitiger erkannt werden sollen. Das weiterentwickelte, kamerabasierte Frontlichtsystem steht kurz vor seiner Serienreife, während sich die Spotlichttechnik noch in einer frühen Phase der Entwicklung befindet.

„Praktisch jeder Autofahrer, der öfter bei Dunkelheit unterwegs ist, musste schon einmal einem Menschen, einem Tier oder einem Hindernis ausweichen, das plötzlich vor seinem Auto auftauchte - wie aus dem Nichts“, so Ken Washington, Vizepräsident der Ford Motor Company. „Das kamerabasierte Frontlichtsystem und die neue Spotlichtfunktion stellen sicher, dass der Fahrer schneller auf Menschen oder Tiere aufmerksam wird, die eine Gefahr darstellen könnten.“

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Die nächste Generation des kamerabasierten Frontlichtsystems wird derzeit im europäischen Ford-Forschungszentrum Aachen entwickelt. Diese Technik basiert auf zwei Assistenzsystemen, die bereits heute in vielen Fahrzeugen verbaut sind: dem adaptiven Frontlicht und der Verkehrszeichenerkennung. Neu ist, dass die Elektronik des Systems auf GPS-Daten des Navigationssystems zugreift und beispielsweise beim Heranfahren an Kreuzungen, Kreisverkehre und Vorfahrtsstraßen frühzeitig den Lichtkegel öffnet. Auch Hindernisse, die sich noch nicht unmittelbar vor dem Fahrzeug befinden, können auf diese Weise erkannt werden. Stehen keine GPS-Informationen zur Verfügung, bedient sich das Lichtsystem der Frontkamera im Fuß des Rückspiegels. Anhand dieser Daten passt es den Lichtkegel den Fahrbahnmarkierungen an.

Die neue Spotlichttechnik von Ford befindet sich noch in einer früheren Phase der Entwicklung. Künftig soll das System bei Dunkelheit zeitgleich bis zu acht Menschen oder größere Tiere erkennen, die sich in einer Entfernung von bis zu 120 Metern auf oder direkt neben der Fahrbahn aufhalten. Zwei von ihnen können über spezielle LED-Leuchten, die sich neben den Nebelscheinwerfern befinden, mit einem Lichtpunkt markiert werden. Zusätzlich bewegt sich ein Lichtstreifen über die Straßenoberfläche auf die Objekte zu.

Gefahrenmomente frühzeitig erkennen

„Das verbesserte, kamerabasierte Frontlichtsystem erleichtert speziell auf fremden Straßen das Fahren bei Nacht, verdeckte Gefahrenstellen werden früher erkannt“, erläutert Michael Koherr, Entwicklungsingenieur für Lichtsysteme bei Ford. „In einem Kreisverkehr zum Beispiel kann die Ausfahrt eher gesehen werden – ebenso wie Fußgänger oder Radfahrer, die dort die Fahrbahn überqueren wollen. Die Spotlichttechnik wiederum weist den Fahrer frühzeitig auf potenzielle Gefahrenmomente hin – ganz gleich, ob sie von einem Fußgänger, Radfahrer oder größeren Tier ausgehen.“

Verkehrssicherheitsstudien belegen, dass auf unbeleuchteten Straßen das Risiko von Unfällen mit Personenschaden und Todesopfern signifikant höher ist. Mit der Entwicklung verschiedener Fahrassistenzsystemen versuchen Fahrzeughersteller, solche Gefahren im Straßenverkehr künftig zu vermeiden.

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