Ford-Nutzfahrzeuge: „Für dauerhaften Ertrag“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Stephan Richter / Dr. Dominik Faust

Die Ford-Nutzfahrzeug-Händler eilen von einem Absatzrekord zum nächsten. Bernhard Schmitz, Leiter Ford Nutzfahrzeuge, beschreibt die langjährige Arbeit hinter den Erfolgen. Und er benennt die wichtigsten Säulen des Geschäfts.

Ford-Nutzfahrzeugchef Bernhard Schmitz sieht Ford auf der Höhe der Zeit.
Ford-Nutzfahrzeugchef Bernhard Schmitz sieht Ford auf der Höhe der Zeit.
(Bild: Richter)

Redaktion: „Schmollbraten“, „Schalt mal runter“ und „Wildnis-Urlaub“. Die aktuelle TV-Werbung für Ford-Pkws ist geprägt von menschlichen Geschichten. Ist so eine häufig humoristische Darstellung auch bei den Nutzfahrzeugen zu erwarten?

Bernhard Schmitz: Vorerst nicht – zumindest nicht im Fernsehen. Für kommende Print-Kampagnen haben wir jedoch erstmals Fotoaufnahmen gemacht, wie sie bisher nur für den Pkw-Markt üblich waren. Wir tasten uns eher langsam vor, werden aber bei den Werbeausgaben bestimmt nicht an das Pkw-Niveau herankommen. Insgesamt hat die Nutzfahrzeugbranche im ersten Halbjahr 2016 übrigens 32 Millionen Euro für Werbung ausgegeben.

Aber mal ganz objektiv betrachtet: Brauchen Ihre Transporter überhaupt Werbung?

Ja, ganz klar brauchen wir das auch bei den Nutzfahrzeugen, um Marken zu bilden und Bekanntheitsgrade von neuen Produkten oder Techniken zu erhöhen. Das ist schon ein wichtiger Baustein zum Erfolg der letzten Jahre. Rückblickend sind wir die einzige Marke, die in der vergangenen Dekade nachhaltig gewachsen ist. Auch im bisherigen Jahresverlauf liegen wir beim Marktanteil ein Prozent über dem Vorjahr, beim Absatz sogar mit 28.000 neuen Nutzfahrzeugen 24,9 Prozent darüber. Das geht nur durch eine stabile Allianz mit dem Handel. Denn tolle Produkte allein garantieren noch lange keine steigenden Marktanteile.