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Ford-Partner-Verband: „Die Lage ist angespannt und anspruchsvoll“

Autor: Julia Mauritz

Ford hat im Pkw-Bereich die Verkaufsziele für 2020 gesenkt: Im Gespräch mit dem Ford Partner-Verband erklären Präsident Johann Gesthuysen und FPV-Geschäftsführer Fabio Krause, warum sie dennoch mit einem Jahr voller Herausforderungen rechnen.

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(Bild: Graf Hardenberg)

Johann Gesthuysen: In Gänze können wir mit dem Ergebnis zwar durchaus zufrieden sein, Ford ist immerhin auf Platz drei in der Neuzulassungsstatistik geklettert, aber neben den Verkaufserfolgen bei Pkws und Nutzfahrzeugen war das Jahr auch von einem extremen, in der Handelsorganisation deutlich spürbaren Kostendruck geprägt: Der Hersteller hat im Zuge seines Sparprogramms nicht nur Stellen abgebaut, sondern auch diverse Abteilungen neu organisiert und verschiedene Bereiche zusammengeführt. Für die Händler hat sich das erheblich auf ihr Tagesgeschäft ausgewirkt: Plötzlich fehlten ihnen nicht nur wichtige Ansprechpartner, auch der Informationsfluss und viele Prozesse sind ins Stocken geraten. Sie mussten längere Wartezeiten in Kauf nehmen oder haben häufig nicht die erhoffte Antwort auf ihre Fragen erhalten. Gerade bei der Schnittstelle zum Kunden haben die Ford-Händler während der Restrukturierungsphase viele Dinge glattgebügelt und abermals als Puffer agiert.

Fabio Krause: Besonders bei der Auftragsabwicklung und im technischen Service hat es gehakt: Beispielsweise sind die ehemaligen technischen Spezialisten seit der Umstrukturierung nicht mehr auf ein bestimmtes Fahrzeugmodell fokussiert, sondern fungieren seit dem als allgemeine Spezialisten. Diese Änderung beziehungsweise die angedachten Synergien benötigen natürlich Zeit. Zudem war es für die Ford-Partner noch schwieriger als ohnehin schon, den Kunden eine genaue Auskunft darüber zu geben, wann ihr Neuwagen geliefert wird.

Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Stv. Ressortleiterin