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Ford testet autonomes Fahren im Schnee

| Autor: Christoph Seyerlein

Bei guten äußeren Bedingungen kommen selbstfahrende Autos gut klar. Doch was passiert, wenn die Straße mit Schnee bedeckt ist? Ford unterzog seinen Prototypen einem Härtetest.

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Nach eigenen Angaben ist Ford der erste Hersteller, der autonome Fahrzeuge bei Schnee testet.
Nach eigenen Angaben ist Ford der erste Hersteller, der autonome Fahrzeuge bei Schnee testet.
(Foto: Ford)

Ford will herausfinden, wie gut selbstfahrende Autos im Schnee zurecht kommen. Auf seinem eigenen Testgelände „Mcity“ testet der Hersteller das Verhalten seines autonomen Prototypen Fusion Hybrid unter winterlichen Bedingungen.

„Autonomes Fahren bei perfekten Witterungsverhältnissen ist die eine Sache“, sagt Jim McBride, Chefentwickler für autonome Fahrzeuge bei Ford. Eine schneebedeckte Straße können die Sensoren aber nicht erkennen, was die Sache ungleich schwieriger macht. Nach eigenen Angaben forciert Ford dieses Thema als erster Autobauer. „Schließlich leben viele unserer Kunden in Gebieten, in denen Schneefälle keine Seltenheit sind“, sagt McBride.

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Selbstfahrende Autos orientieren sich im Normalfall durch verschiedene Kameras und Sensoren wie Lidar, Radar und GPS. Die Technik erfasst beispielsweise Fahrbahnmarkierungen und Straßenschilder. Sind diese Orientierungspunkte allerdings mit Schnee bedeckt, können die Systeme nicht mehr wie gewohnt arbeiten, da die Laser den Schnee nicht durchdringen können.

Um unter solchen Bedingungen dennoch autonom Fahren zu können, hat Ford gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Michigan virtuelle 3D-Karten entwickelt, die eine digitale Darstellung der Fahrzeugumgebung ermöglichen. Das Kartenmaterial sammeln selbstfahrende Autos bei idealen äußeren Bedingungen. Die Fahrzeuge erfassen dabei Umgebungspunkte wie Verkehrszeichen, Bäume oder Gebäude.

Sobald das Auto die Fahrbahn aufgrund der Witterung nicht mehr erkennen kann, orientiert es sich anhand der gespeicherten Umgebungspunkte und kann so die autonome Fahrt fortsetzen. Auch einen sinnvollen Einsatz von Sicherheitssystemen wie ESP oder Traktionskontrolle soll die Software nach Angaben von Ford gewährleisten.

Ford forscht seit 2005 am autonomen Fahren. Seit 2013 setzt der Hersteller Fusion Hybrid-Limousinen als Technikträger ein. Ford testet im US-Bundesstaat Arizona und seit November 2015 in der Mcity. Seit Dezember darf das Unternehmen aus Detroit zudem in Kalifornien selbstfahrende Autos einsetzen.

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