Auftragsfertiger Foxconn will ab 2023 in zwei Werken E-Autos bauen

Autor Andreas Wehner

Der Elektronikkonzern hat neue Details zu seinem Einstieg ins Geschäft mit Elektroautos verkündet. In den USA und in Thailand soll jeweils eine Fabrik entstehen.

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(Bild: Foxconn / Puddingworld / CC BY-SA 4.0)

Der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn hat seine Pläne zum Bau von Elektroautos konkretisiert. Im kommenden Jahr will das Unternehmen, das als Auftragsfertiger unterem das iPhone für Apple baut, in den USA und in Thailand jeweils ein Werk bauen, wie Foxconn in der vergangenen Woche auf einer Investorenkonferenz mitteilte.

2023 soll dann die Serienproduktion von E-Autos starten. Bis zu 200.000 Autos will Foxconn allein im geplanten thailändischen Werk jährlich bauen, das das Unternehmen zusammen mit dem thailändischen Öl- und Gaskonzern PTT betreiben will. Die beiden Unternehmen hatten im Mai ein Joint Venture zur Entwicklung einer E-Auto-Plattform angekündigt.

In den USA will Foxconn künftig unter anderem Fahrzeuge für das US-Elektroauto-Fabrikat Fisker bauen. Der Auftragsfertiger hatte angekündigt, die Produktion des zweiten, kleineren Fisker-Modells zu übernehmen.

Foxconn hat darüber hinaus an weiteren Stellen den Fuß in Sachen Elektromobilität in der Tür. So plant der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen für elektrische Antriebssysteme mit dem japanischen Elektromotorenhersteller Nidec. In einem Joint Venture mit Stellantis will das Unternehmen digitale Cockpits entwickeln. Zudem ist Foxconn offenbar inzwischen am angeschlagenen chinesischen E-Auto-Start-up Byton beteiligt.

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