Hilfsaktion der „Kfz-Rockstars“ Freie Werkstätten sammeln, reparieren und spenden Fahrzeuge für Flutopfer

Autor: Jakob Schreiner

Mit einer bundesweit angelegten Aktion möchten Werkstätten den Opfern der Flutkatastrophe helfen und einigen ihre Mobilität zurückgeben. Bereits über 50 Fahrzeuge sind so zusammengekommen, die vereinzelt auch schon an Betroffene übergeben worden sind.

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Die Flutkatastrophe hat schätzungsweise über 40.000 Fahrzeuge zerstört. Bettina (Nachname unbekannt) aus dem Ahrtal konnte sich nun über ein neues Fahrzeug freuen, das sie über die Hilfsaktion gespendet bekam.
Die Flutkatastrophe hat schätzungsweise über 40.000 Fahrzeuge zerstört. Bettina (Nachname unbekannt) aus dem Ahrtal konnte sich nun über ein neues Fahrzeug freuen, das sie über die Hilfsaktion gespendet bekam.
(Bild: Kfz-Rockstars)

In einer bundesweiten Aktion rufen rund 100 freie Werkstätten zur Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe aus dem Juli auf. Sie sammeln gespendete Fahrzeuge, reparieren diese in ihren Werkstätten kostenlos und stellen sie im Anschluss den Menschen zur Verfügung, „die sie am dringendsten brauchen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch Teilezulieferer und -lieferanten unterstützen die Aktion.

Seit dem Aufruf im Juli seien zum jetzigen Zeitpunkt bereits über 50 Fahrzeuge, die aktuell in den Kfz-Betrieben hergerichtet werden, von Menschen aus ganz Deutschland gespendet worden. Die Aktion sei einmalig, da die Fahrzeuge auch tatsächlich in den Besitz der Betroffenen übergehen, heißt es weiter. Die ersten beiden Fahrzeuge seien auch schon an ihre neuen Besitzer übergeben worden und sind für Aufräumarbeiten und Besorgungen des täglichen Bedarfs im Einsatz. Die Hilfsaktion reiht sich in viele weitere von Branchendienstleistern und Kfz-Betrieben gestartete Initiativen ein.

Hinter dieser Aktion stecken die „Kfz-Rockstars“, eine Gruppe von freien Kfz-Werkstätten, die der Berliner Werkstattcoach Robert Merz im Jahr 2019 ins Leben gerufen hatte. „Wir möchten schnelle, unbürokratische Hilfe zur Verfügung stellen und den Menschen, die alles verloren haben, mindestens die Mobilität zurückgeben“, erläutert Robert Merz die Beweggründe der Aktion.

Um noch mehr Menschen helfen zu können, rufen die Werkstätten auch weiterhin dazu auf, Fahrzeuge bei teilnehmenden Werkstätten zu spenden. „Die ersten Übergaben haben uns gezeigt, dass es Menschen gibt, die nichts dringender brauchen als ein Fahrzeug – und hier möchten wir unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen“, sagt Merz.

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Fachredakteur Ressort Service & Technik