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Freier Markt: Die Schrottplatzprinzessin

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Es klingt wie ein Märchen: In gerade mal vier Jahren hat Nicole Schindelar das elterliche Unternehmen von einem verstaubten Schrottbetrieb in einen strahlenden Vorzeige-Automobildienstleister verwandelt.

Nicole Schindelar hatte den elterlichen Betrieb als 27-Jährige ohne Branchenkenntnisse übernommen und zukunftsfähig ausgerichtet.
Nicole Schindelar hatte den elterlichen Betrieb als 27-Jährige ohne Branchenkenntnisse übernommen und zukunftsfähig ausgerichtet.
(Bild: Mauritz)

Nicht nur für Autofreaks hat der Rundgang über das 11.000-m2-Gelände des Kfz-Betriebs Schindelar etwas von „Tausendundeine Nacht“: Die Größe und die Vielfältigkeit des Angebots verzücken den Ersatzteil- und Servicesuchenden. Hier werden Reifen, Dachboxen und Autozubehör ansprechend präsentiert. Dort schrauben Kfz-Mechatroniker an vier Hebebühnen. Weiter hinten schließt eine riesige Halle an, in der rund 26.000 gebrauchte und neue Fahrzeugteile lagern: von typischen Technikteilen wie Motoren, Getrieben und Achsen bis hin zu Karosserieteilen wie Türen und Stoßstangen.

Dazu gibt es jede Menge begehrte Elektronikware – vom Steuergerät bis zur Airbageinheit. Auf dem Außengelände warten hochwertige Unfallfahrzeuge und ausgediente Pkws übereinandergestapelt auf ihr Schicksal. Die einen wandern in die riesige orangefarbene Schrottpresse, die anderen förmlich halbiert auf einem Fahrzeughänger gen Osten.