Freisprechungen: Erfolgreicher Nachwuchs quer durch Deutschland

Neue Gesellinnen und Gesellen in den Innungen

| Autor: Holger Zietz

Festredner Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Niederbayern/Oberpfalz, bescheinigte den Absolventen, dass sie einen Beruf mit Zukunft gewählt haben. Sie sollten nun die Freude an ihrem Beruf stolz nach außen tragen.

Das gilt auch für die 315 Gesellinnen und Gesellen im Kfz-Mechatroniker-Handwerk, die die Kfz-Innung Mittelfranken freigesprochen hat. Neben Obermeister Karl-Heinz Breitschwert lobte auch Christian Sendelbeck, Vizepräsident der Handwerkskammer Mittelfranken, den Einsatz und Erfolg der Jugendlichen.

Nicht alle Azubis schaffen die Prüfung

Nicht nur im Süden, auch im Norden der Republik schauen die Junggesellen einer guten Zukunft entgegen. „In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurden alle Höhen und Tiefen der Ausbildung durchlebt. Nicht immer ist es einfach, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Aber mit Fleiß und Ehrgeiz wurde das Ziel erreicht. Endlich Geselle, keine Schule mehr“, sagte Günther Görrissen, Obermeister der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land. Mit guten Prüfungsergebnissen glänzten die diesjährigen Absolventen. Von insgesamt 50 Prüflingen, darunter 3 Frauen, erreichten 47 Lehrlinge das angestrebte Prüfungsziel und sind ab sofort Kfz-Mechatroniker im Gesellenstatus: „Das beweist uns, dass der Weg der dualen Ausbildung richtig ist.“

Etwas schlechter waren die Leistungen in Köln. Insgesamt 90 Prüflinge nahmen an der Wintergesellenprüfung 2017/18 teil. Davon konnten 71 die Prüfung erfolgreich abschließen. Die 10 Prüfungsbesten lädt die Kfz-Innung der Domstadt traditionell zu einem ausgedehnten Abendessen in Köln ein.

Bei der Kfz-Innungen Melsungen lobte Obermeister Rudi Hupfeld den Ehrgeiz der Junggesellen und deren Ergebnisse. Er forderte die neuen Gesellen auf, auch die Weiterbildung im Blick zu behalten und dankte den Ausbildungsbetrieben, dem Gesellenprüfungsausschuss und der Berufsschule für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Europäisches Doppeldiplom

In Aachen gibt es schon seit 2005 das sogenannte Bi-Diplom. Gesellen aus Belgien und Deutschland können mit ihrem Abschluss den deutschen Gesellenbrief sowie das belgische Gesellenzeugnis als Kfz’ler bekommen. Dazu ist bei den Prüfungen jeweils ein Vertreter des anderen Landes vor Ort. Während der Ausbildung absolvieren die angehenden Gesellen verschiedene Praktika im Nachbarland. Stefanie Dreßler und Valentin Lehman nutzten die Möglichkeit in diesem Jahr. Noch ein Baustein, um die Ausbildung interessant zu machen. Daran will die Kfz-Innung Aachen weiter arbeiten. „Wir werden alles daran setzen, dass der Beruf des Mechatronikers interessant und abwechslungsreich bleibt“, sagte Obermeister Markus Zittel im Rahmen der Freisprechung.

Rund 900 Besucher waren bei der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung Unterfranken vor Ort. Sie freuten sich über 312 Junggesellinnen und Junggesellen, die die Prüfung bestanden hatten. Damit nahm die Zahl der erfolgreichen Absolventen leicht zu. „Reparieren Sie die Autos so, als würden Sie selbst darin fahren“, mahnte Obermeister Roland Hoier.

Eine Nummer kleiner lief es bei der Kfz-Innung Limburg ab: Mit 22 Auszubildenden war der Jahrgang etwas kleiner als sonst. Aber die Ergebnisse waren klasse. In Limburg erhalten nicht nur die Prüfungsbesten eine Auszeichnung, sondern auch der Ausbildungsbetrieb des Prüfungsbesten einen Wanderpokal.

Auch wenn die beruflichen Aussichten für die jungen Menschen gut sind, gilt vor allem eines: weiterbilden. „Nichts ist so alt, wie der Erfolg von gestern!“ Dies stellte Peter Hesse, Leiter der Berufsbildung der Kfz-Innung Region Dresden, klar. Dabei gilt es die aktuellen Technologien und die handwerklichen Fähigkeiten zu beherrschen. „Mit der Gesellenprüfung haben sie die Lizenz zum Weiterlernen erworben – Beruf 1.0 haben sie erreicht“, unterstrich Holger Schade, Präsident des Kfz-Gewerbes Thüringen, im Rahmen der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung Südthüringen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45256595 / Verbände)

Plus-Fachartikel

Volvo: „Wir setzen unser Wachstum fort“

Volvo: „Wir setzen unser Wachstum fort“

Volvo elektrifiziert konsequent sein Modellportfolio. Der Wermutstropfen für die Händler ist: Bei den Stromern und Plug-in-Hybriden sinkt die Grundmarge. Geschäftsführer Thomas Bauch schildert, wie er das wettmachen will, und warum sich der Importeur strukturell neu aufstellt. lesen

Unternehmensfinanzierung: Auf sichere Beine stellen

Unternehmensfinanzierung: Auf sichere Beine stellen

Jeder Betrieb braucht eine sinnvoll geregelte Finanzierung, um das tägliche Geschäft betreiben zu können. Dabei sollte man nach Ansicht des Unternehmensberaters Carl-Dietrich Sander einige wichtige Grundsätze beachten. lesen