Frisches Geld für Geely

Autor / Redakteur: Andreas Grimm/dpa/ar / Andreas Grimm

Die Investmentbank Goldman Sachs soll Presseberichten zufolge 250 Millionen US-Dollar in Geely investieren. Mit dem Geld könnten der chinesische Autobauer Volvo vom Ford-Konzern übernehmen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Verschiedenen Presseberichten zufolge will die weltgrößte US-Investmentbank Goldman Sachs 250 Millionen US-Dollar in den chinesischen Autobauer Geely investieren. Das berichten sowohl das „Wall Street Journal“ als auch die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf Insider.

Laut den Berichten werde Goldman Sachs Capital Partners Wandelanleihen und Optionsscheine des Geely-Konzerns kaufen, schreibt die FTD. Das Geschäft soll den Informationen zufolge bereits diese Woche offiziell angekündigt werden. Geely gilt als derzeit größter Autobauer in China und wird immer wieder als Kandidat für einen Markteintritt in Europa gehandelt.

Das Geld der US-Bank könne Geely einerseits für die Entwicklung der eigenen Modellflotte gut gebrauchen, heißt es im „Wall Street Jounal“. Andererseits könnte der Autobauer damit die Übernahme der Ford-Tochter Volvo vorantreiben. Er gilt seit Längerem - unter anderem wegen des technischen Know-hows - interessiert an dem schwedischen Unternehmen, hat aber die Übernahmegerüchte der letzten Tage offiziell dementiert.

Die FTD berichtet allerdings, dass Geely das Geld von Goldman Sachs offenbar in das Hauptwerk in der chinesischen Provinz Hunan investieren wolle. Die dortige Jahresproduktion solle auf 150.000 Fahrzeuge verdreifacht werden, schreibt die Zeitung. Goldman Sachs würde sich mit den 250 Millionen Dollar eine Minderheitsbeteiligung an dem Autokonzern von rund 15 Prozent sichern.

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