Stellantis Früherer Seat-Chefdesigner setzt bei Alfa Akzente

Autor: Andreas Grimm

Vor rund einem Jahr hat Alejandro Mesonero-Romanos Seat verlassen. Branchenbeobachter hatten einen Wechsel zu Renault erwartet. Tatsächlich zieht es den Autodesigner zu einer ikonischen Traditionsmarke.

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Alejandro Mesonero-Romanos ist ab dem 1. Juli 2021 Chefdesigner von Alfa Romeo.
Alejandro Mesonero-Romanos ist ab dem 1. Juli 2021 Chefdesigner von Alfa Romeo.
(Bild: Stellantis)

Alejandro Mesonero-Romanos soll in den kommenden Jahren die Modelle von Alfa Romeo optisch schärfen und der Marke wieder mehr Geltung verschaffen. Zum 1. Juli tritt der Spanier in den Dienst der Stellantis-Gruppe. Er berichtet an deren Chief Design Officer Jean-Pierre Ploué.

Mesonero-Romanos hatte von 2010 bis 2020 für Seat gearbeitet. Er gilt als Wegbereiter des aktuellen Designs der Spanier und insbesondere des Erscheinungsbildes der Performance-Marke Cupra. „Seine Arbeit an den Cupra-Modellen Tavascan und Formentor, dem Seat Leon der 4. Generation, dem Ibiza der 5. Generation und dem Arona zeigt, wie sein zukunftsweisender Stil die Attraktivität einer Marke beflügeln und steigern kann“, heißt es in einer Mitteilung von Stellantis.

Insofern stellt sich der 53-Jährige nun der Herausforderung, eine sportliche Traditionsmarke im Design modern zu interpretieren. Mesonero-Romanos werde sich auf eine Auffrischung bei Alfa Romeo konzentrieren, „indem er den Elektrifizierungs- und Modernisierungsprozess der ikonischen Marke leitet, die in ihrer über 110-jährigen Geschichte legendäre Erfolge zu verzeichnen hat“, heißt es offiziell von Stellantis.

Der Chefdesigner arbeitete vor seinem langen Seat-Engagement für den Hyundai-Kia-Konzern. Zudem arbeitete er zwischen 2001 und 2011 für Renault, weswegen zwischendurch die Vermutung nahelag, er würde von Seat zu den Franzosen zurückwechseln. Immerhin wäre er damit seinem früheren Chef, Ex-Seat-Vorstandsboss Luca de Meo, an die Seine gefolgt. Bei Seat besetzt seit einem halben Jahr Jorge Díez den Posten als Designchef.

Designvorstand Jean-Pierre Ploué sieht im Engagement von Mesonero-Romanos „eine große Chance für Alfa Romeo. Er ist ein Auto-Enthusiast und hat bei Cupra einen wunderbaren Job gemacht.“ Alfa-Chef Jean-Philippe Imparato hofft, „die Herausforderungen bei Alfa Romeo mit einem Vordenker wie Alejandro Mesonero-Romanos anzugehen“. Ein Ziel ist mit Sicherheit, mit die italienische Marke designseitig – und am Ende auch wirtschaftlich – wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Design-Power für Lancia

Mesonero-Romanos Berufung ist nicht die einzige Personalentscheidung in Designfragen im Stellantis-Konzern, die Hoffnung für die kleinen Marken gibt. Auch Lancia ist ins direkte Blickfeld der Designabteilung gerückt. Laut einer Mitteilung von Mitte Juni hat Konzern-Chefdesigner Ploué die Leitung des Turiner Designzentrums des Unternehmens übernommen. Er soll in dieser Funktion ein kleines, aber zielstrebiges Team junger Designer führen. „Die Renaissance von Lancia ist eine wahrhaft aufregende Herausforderung“, kommentierte Ploué die neue Aufgabe.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«