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Frye-Neustart mit Härtel

| Redakteur: Gerd Steiler

Das in Insolvenz geratene Traditions-Autohaus Frye (Renault) im niedersächsischen Celle ist gerettet. Der Braunschweiger Renault-Händler Härtel hat den angeschlagenen Betrieb für rund zwei Millionen Euro übernommen und will ihn nun „in eine positive Zukunft“ führen.

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Das in Insolvenz geratene Traditions-Autohaus Frye (Renault) im niedersächsischen Celle ist gerettet. Wie die Online-Ausgabe der „Celleschen Zeitung“ am Montag berichtete, hat der Braunschweiger Renault-Händler Härtel den angeschlagenen Betrieb für rund zwei Millionen Euro übernommen.

Nach der Schließung der beiden Frye-Standorte Wietzenbruch und Burgdorf wolle sich der Neueigentümer mit einer auf 42 Mitarbeiter zusammengeschrumpften Belegschaft im Celler Stammhaus nun „auf den Weg in eine positive Zukunft“ machen. Celler Geschäftsführer der neuen Autohaus Härtel und Frye GmbH ist Oliver Härtel. Das im Jahr 1983 gegründete Autohaus Frye vertrat zuletzt an vier Standorten (Celle, Burgdorf, Soltau und Wietzenbruch) die Marken Renault/Dacia, Ford und Citroën und beschäftigte insgesamt rund 110 Mitarbeiter.

Aufgrund massiver finanzieller Engpässe hatte das Unternehmen im Januar dieses Jahres Insolvenz anmelden müssen. Nun ist die finanzielle Durststrecke beendet. Laut Zeitungsbericht ist durch Vermittlung von Insolvenzverwalter Hans-Peter Valentiner seit Anfang des Monats der Renault-Vertragshändler Härtel mit seinen Niederlassungen in Braunschweig und Wolfenbüttel mit im Boot und hat das Ruder an der Hannoverschen Heerstraße übernommen. „Es geht weiter – und es wird voran gehen“, so Neu-Geschäftsführer Oliver Härtel gegenüber der Zeitung.

Die neue Autohaus Härtel und Frye GmbH wollte den Angaben zufolge eigentlich erst zum 1. Oktober ihren Geschäftsbetrieb in Celle aufnehmen. Aus „Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Kunden“ habe man sich jedoch dazu entschlossen, bereits jetzt durchzustarten. In einer Betriebsversammlung habe man allen 42 Mitarbeitern versichert, ihre Arbeitsplätze dauerhaft erhalten zu wollen. Härtel dankte insbesondere Renault?Deutschland, das die Investition in Celle „im sechsstelligen Eurobereich“ unterstützt habe.

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