Fünfte Amtszeit für Cottbuser Obermeister Peter Lange

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Auch in der fünften Amtszeit als Obermeister der Kfz-Innung Cottbus hat Peter Lange keine Langeweile. Gerade in schwierigen Zeiten seien engagierte Ehrenämtler gefragt. Auf der Agenda steht beispielsweise der Fachkräftemangel. Ein Lösungsansatz wurde bereits umgesetzt.

Firmen zum Thema

Hans-Peter Lange, Obermeister der Kfz-Innung Cottbus.
Hans-Peter Lange, Obermeister der Kfz-Innung Cottbus.
(Bild: Zietz)

Auf ihrer Jahresversammlung haben sich die Mitglieder der Kfz-Innung Cottbus erneut einstimmig für Peter Lange ausgesprochen. Bereits zum fünften Mal wählten sie den Obermeister, der sich seit 1998 für die Belange der Innung einsetzt, in das Amt. „Es macht Spaß, sich auch und gerade in schwierigen Zeiten für das Gewerbe einzusetzen“, sagte Lange nach der Wahl.

Bei der Innungsarbeit erhält Lange kräftige Unterstützung: Als seinen Stellvertreter bestätigten die Innungsmitglieder Rainer Klinkmüller im Amt. Neu in den Vorstand kamen Ronald Winkel-Fuhrmann und als erste Frau Christiane Schultz.

Die Kfz-Innung Cottbus erstreckt sich mit rund 350 Mitgliedsbetrieben vom Speckgürtel Berlins bis in das südliche Brandenburg. Die Ausbildungsleistung der Bertriebe steigt seit 2014 wieder kontinuierlich an. Zuletzt wurden 150 neue Lehrverträge abgeschlossen.

Je näher man der Hauptstadt kommt, desto schwieriger wird es allerdings für Autohäuser und Werkstätten, Fachkräfte zu finden. „Meister werden gerne mal abgeworben“, beschreibt Innungsgeschäftsführer Gerhard Surk die Situation. In den ländlichen Regionen ist die Personalsituation dagegen noch etwas entspannter. Aber überall gilt: Wenn man gute Mitarbeiter haben will, muss man diese auch ordentlich bezahlen.

Nach den Abwanderungswellen in den vergangenen Jahren aus der Region hat die Handwerkskammer inzwischen eine Rückholbörse ins Leben gerufen. Fachkräften wird die Rückkehr schmackhaft gemacht, Arbeitsplätze in den Betrieben der Region werden vermittelt.

Um ihre Mitglieder besser zu informieren, hat die Innung Cottbus Regionalversammlungen in den Altkreisen eingerichtet. In einer klar strukturierten Vormittagsveranstaltung – zwei Stunden mit Frühstück – werden die Mitglieder über Veränderungen zum Beispiel in der Fahrzeuguntersuchungsverordnung informiert. Zu jeder Versammlung ist auch eine Überwachungsorganisation eingeladen. Das kommt gut an: Die Resonanz unter den Mitgliedern ist groß, die Innung bekommt dadurch notwendige Informationen direkt in die Betriebe.

(ID:45367664)