Jeep/Alfa Romeo Für 2022 noch lieferfähig

Von Jens Rehberg

Niccolò Biagioli hat mit »kfz-betrieb« über die aktuelle Situation im Jeep- und Alfa-Vertrieb gesprochen. Zwei Wochen nach diesem Interview wurde er an der Spitze von Jeep Deutschland durch den bisherigen Stellantis-Transporter-Chef Luigi Saia abgelöst.

Trotz der momentan unsicheren Lage ist Niccolò Biagioli optimistisch, den deutschen Alfa-Absatz 2022 von 3.000 Einheiten im Vorjahr auf 5.000 steigern zu können.
Trotz der momentan unsicheren Lage ist Niccolò Biagioli optimistisch, den deutschen Alfa-Absatz 2022 von 3.000 Einheiten im Vorjahr auf 5.000 steigern zu können.
(Bild: FCA Deutschland)

Redaktion: Wie ist aus Ihrer Sicht der Jahresstart für Jeep und Alfa in Deutschland gelaufen?

Niccolò Biagioli: Der Gesamtmarkt ist dieses Jahr etwas besser gestartet als 2021. Und mit Jeep beispielsweise lagen wir bis Ende Februar sogar mehr als 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Alfa Romeo konnten wir das Verkaufsvolumen von Stelvio und Giulia im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des letzten Jahres um etwa 20 Prozent steigern. Wir sind optimistisch, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.

Der Volumenrückgang bei Jeep im letzten Jahr war angesichts der Pandemie- und der Teileversorgungslage sowie der langen Modellwechselpause beim Grand Cherokee wohl schwer vermeidbar?

Zunächst mal: Das Verkaufsvolumen von Jeep ist 2021 zwar insgesamt zurückgegangen. Betrachtet man aber allein die Leistung der Vertriebspartner, lagen ihre Verkäufe fünf Prozent über dem Niveau von 2020. Immerhin haben wir unseren Marktanteil von 0,5 Prozent in Deutschland halten können. Auch unser Anteil am SUV-Segment ist stabil geblieben. Und man konnte schon die ersten Ergebnisse des neuen Geschäftsmodells sehen. Durch mehr Kundenzulassungen konnten wir den geringeren Anteil an Eigenzulassungen kompensieren. Zwar hat das Grand-Cherokee-Volumen letztes Jahr gefehlt, aber dafür haben wir mit unseren neuen Plug-in-Hybrid-Varianten Kunden hinzugewinnen können. Beim Compass zum Beispiel haben wir schon mehr als ein Drittel der 6.260 Einheiten letztes Jahr mit Plug-in-Hybrid-Antrieb verkauft. Bis 2025 wollen wir die grünste SUV-Marke der Welt sein.