Für besseren Lack: Ford entwickelt künstlichen Vogelkot

Autor: Christoph Seyerlein

Vogelkot kann Autolack im schlimmsten Fall ernsthaft zusetzen. Um die Oberflächen der eigenen Fahrzeuge bestmöglich davor zu wappnen, hat Ford die Ausscheidungen der meisten europäischen Vogelarten im Labor nachgebildet.

Firmen zum Thema

Ford sagt Vogelkot auf Autos den Kampf an.
Ford sagt Vogelkot auf Autos den Kampf an.
(Bild: Privat)

Wer sein Auto regelmäßig unter freiem Himmel parkt, dürfte bereits das ein oder andere Mal mit Vogelkot auf dem Lack zu tun gehabt haben. Dabei handelt es sich um eine mitunter recht hartnäckige und durchaus aggressive Verschmutzung. Diese kann der Fahrzeug-Lackierung im schlimmsten Fall sogar ernsthaft zusetzen.

Ford will genau diese Art von Lackschäden an seinen Fahrzeugen verhindern. Dazu hat der Autohersteller im Labor künstlichen Vogelkot entwickelt. Die Säuren des synthetischen Materials sollen die unterschiedlichen Rückstände der meisten europäischen Vogelarten abbilden.

Auf speziell vorbereiteten Prüfplatten wird der künstliche Vogelkot bei 40, 50 und 60 Grad Celsius in einem Ofen erhitzt, um die Lackoberflächen an ihre Grenzen zu bringen. Außerdem testet Ford seine Lacke unter anderem auch mit Phosphorsäure, Seifenlauge und synthetischen Pollen, die eine halbe Stunde lang hohen Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius ausgesetzt werden. Bei Hitze werden Oberflächen weicher und dehnen sich aus. Beim Abkühlen kann Schmutz wie beispielsweise Vogelkot dann besonders stark anhaften.

Schmutz am besten schnell entfernen

André Thierig, Manager Core Engineering Paint bei Ford Europa, sagt: „Da derzeit besonders viele Autos geparkt sind, weil die Menschen zu Hause bleiben, ist es wahrscheinlich, dass die Vögel mehr als sonst ihre Spuren hinterlassen.“ Es sei ratsam, solche Verschmutzungen so rasch wie möglich zu entfernen. Hilfreich sei es dabei, die betroffenen Stellen mit einem weichen Schwamm, lauwarmem Wasser und etwas pH-neutralem Shampoo zu reinigen. Anschließend sollte die Oberfläche mit Hartwachs behandelt werden, damit die Lackierung einer künftigen Verschmutzung besser widerstehen kann und länger glänzt.

„Zugleich können sich Ford-Kunden darauf verlassen, dass wir viel Entwicklungsarbeit und Know-how in den Schutz ihrer Fahrzeug-Lackierungen investiert haben“, so Thierig.

(ID:46568868)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«