Fulda Challenge: Promis gehen an ihre Grenzen

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Jedes Jahr im Januar schickt der Reifenhersteller Fulda Promis und Freizeitsportler in die weiße Hölle. Die Fulda Challenge in Kanada bringt die Teilnehmer an ihre Grenzen.

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Extremsport bei arktischen Temperaturen – das ist die Fulda Challenge.
Extremsport bei arktischen Temperaturen – das ist die Fulda Challenge.
( Archiv: Vogel Business Media )

Vom 17. bis 22. Januar haben sich acht Teams à zwei Personen den harten Prüfungen der Fulda Challenge gestellt. Dieses Extremsport-Ereignis veranstaltet der Reifenhersteller Fulda jeden Januar im kanadischen Yukon-Territorium. Prominente Teilnehmer waren in diesem Jahr Mountainbike-Weltmeisterin Natascha Binder, Fernsehstar Detlev Soost – bekannt als Chefjuror der Sendung „Popstars“ – und die ehemalige Skilangläuferin und Olympiasiegerin Claudia Nystad.

„Es ist ein einmaliges Erlebnis: Man fährt mit 90 Sachen auf purem Eis, während daheim der Verkehr schon bei ein klein wenig Schneefall zusammenbricht“, sagte Binder. Von den Wetter- und Straßenbedingungen in Kanadas hohem Norden ist sie schwer beeindruckt. Den ersten verletzungsbedingten Ausfall hatte es allerdings schon vor dem Start gegeben: Der ehemalige Weltklasse-Hochspringer Tim Lobinger musste wegen eines Bandscheibenvorfalls kurzfristig passen.

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Zu den Prüfungen der Challenge gehörten Hunde- und Motorschlittenrennen, Eisklettern, ein Schneeschuh-Bergrennen und ein Sechs-Kilometer-Lauf sowie Geschicklichkeitsübungen wie der Helicopter Drop. Dabei hängt der Proband am Seil von einem Hubschrauber herab und wirft einen Reifen auf ein Ziel. Vor allem angesichts der harten Bedingungen in Kanadas hohem Norden erfordern die Wettbewerbe mindestens ebenso viel Kraft und Kondition wie Mut und Selbstüberwindung.

Volkswagen entsendet Händlerteam

Weitere Teams konnten sich in Vorausscheiden qualifizieren oder wurden von den Kooperationspartnern nominiert. Sponsor Volkswagen schickte beispielsweise ein Händlerteam ins Rennen: Joachim Burger aus Blaubeuren und die erst 23-jährige Belinda Erkner aus Rüdersdorf.

Die größte Herausforderung bei der Fulda Challenge sind die Witterungsverhältnisse: Nahe des Polarkreises kann es im Winter bis zu minus 50 Grad Celsius kalt werden. Zwischen den einzelnen Wettkampforten im Yukon – mit 482.000 Quadratkilometern fast so groß wie Spanien – müssen die Teilnehmer zudem stundenlange Autofahrten auf verschneiten Straßen absolvieren. Und nach den Strapazen der Wettkampftage lockt noch nicht einmal ein warmes Bett: Die Athleten schlafen nämlich im Zelt.

Wie ein typischer Tag bei der Fulda Challenge aussieht, zeigt das Programm, das die Athleten am zweiten Wettkampftag absolvieren mussten: 550 Kilometer über den vereisten Klondike-Highway fahren, auf halber Strecke bei minus 36 Grad Celsius ein Schneemobilrennen absolvieren und zu später Stunde in Dawson City eine Felswand hochklettern.

Die Promis halten gut mit ...

Promis halten gut mit

In früheren Auflagen der Fulda-Challenge hatten sich die bekannten Teilnehmer in der Endabrechnung meist den ambitionierten und bestens vorbereiteten Nicht-Promis geschlagen geben müssen. Doch unsportliche Schauspieler oder alt gewordene Ex-Fußballstars waren diesmal nicht am Start, sondern topfitte Kämpfernaturen.

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Die zweifache Olympiasiegerin im Ski-Langlauf Claudia Nystad gewann die Einzelwertung der Damen. Und ihr Teampartner Detlev Soost zeigte, dass er nicht nur ein begnadeter Tänzer, sondern auch ein starker Sportler ist – und so belegten die beiden in der Teamwertung den dritten Rang.

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Der Sieg ging an das Team Österreich

Den Gesamtsieg machten die Teilnehmer aus den Alpenländern unter sich aus – vielleicht, weil sie mit den winterlichen Bedingungen am besten klarkamen. Auf dem zweiten Rang landete das Team Schweiz mit Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal, Sieger war Österreich mit Florian Grasel und Lisa Fail. Als Preis erhielten die beiden jeweils ein wertvolles Gold-Nugget, die traditionelle Siegprämie des arktischen Zehnkampfes

Für die nächste Ausgabe der Fulda Challenge können sich Amateursportler bereits jetzt unter www.fulda-challenge.de bewerben. Neben Kälteresistenz und absoluter Fitness sollten sie dabei vor allen Dingen eine Voraussetzung mitbringen: Die Bereitschaft, bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus zu gehen.

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