Fusion zwischen Renault und Fiat Chrysler offenbar doch nicht vom Tisch

Konflikt zwischen Renault und Nissan

| Autor: Christoph Seyerlein

Renault-Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard legt sich mit Nissan an.
Renault-Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard legt sich mit Nissan an. (Bild: Renault)

Ende vergangener Woche hatten Renault und Fiat Chrysler ihre Fusionsgespräche auf Eis gelegt, gegenseitige Schuldzuweisungen bis auf höchster politischer Ebene inklusive. Ganz durch ist das Thema aber offenbar doch noch nicht, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Vorsitzenden der beiden Hersteller hätten am Montag darüber gesprochen, wie man die Pläne wiederbeleben könnte, heißt es mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Eine entscheidende Rolle könnte dabei Nissan spielen. Dem Reuters-Bericht zufolge könnte Renault seine Anteile von 43,3 Prozent an den Japanern deutlich verringern, wenn Nissan im Gegenzug der Fusion zwischen den Franzosen und Fiat Chrysler zustimmt. Renault-Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard war Berichten zufolge kurz nachdem ersten Angebot von FCA in Japan, um für die Idee zu werben. Kurze Zeit später scheiterte die Fusion, offiziell weil Renault auf Wunsch des französischen Staates letztlich gezögert hatte.

Anders liest sich dagegen ein Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Demzufolge will Renault sein Mitspracherecht bei Nissan klarer berücksichtigt wissen. Die Franzosen denken deshalb offenbar darüber nach, die angekündigte Reform in der Unternehmensführung von Nissan zu blockieren. Nissan reagierte umgehend auf jene Ankündigung und bezeichnete sie als „höchst bedauerlich“. Die Japaner wollen mithilfe der Reform die jüngste Vergangenheit mit den Skandalen um Ex-Chef Carlos Ghosn hinter sich lassen.

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