Tarifstreit Ganztägiger Warnstreik in Brandenburg und Sachsen

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

In einigen ostdeutschen Werken von BMW, ZF und Clarios stehen heute aufgrund eines Streiks die Bänder still. Die Forderung der IG-Metall: gleiche Arbeitsbedingungen für Ost und West.

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Auch ZF ist vom 24-Stunden-Warnstreik betroffen.
Auch ZF ist vom 24-Stunden-Warnstreik betroffen.
(Bild: ZF)

Mit ganztägigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie ist die Industriegewerkschaft Metall in Brandenburg und Sachsen in die Woche gestartet. Seit dem frühen Montagmorgen (3. Mai) ruht die Arbeit etwa im Werk von ZF Getriebe in Brandenburg/Havel, wie eine IG-Metall-Sprecherin sagte. Auch bei BMW und dem Zulieferer Clarios im sächsischen Zwickau stand die Produktion am frühen Morgen still. „Die komplette Frühschicht ist heute nicht ins Werk gegangen“, sagte Sprecher Benjamin Zabel. Auch die beiden weiteren Schichten würden folgen. Im Porschewerk Leipzig war bereits für den späten Sonntagabend zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen worden.

Der Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt hatte am späten Donnerstagabend (29. April) die Arbeitskampfmaßnahmen genehmigt, bei denen den Teilnehmern Streikgeld zusteht. Die Gewerkschaft fordert die Angleichung der Ost-Arbeitsbedingungen an die westlichen Standards mit der 35-Stunden-Woche.

Laut Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt wöchentlich drei Stunden mehr. Berechnet auf den Stundensatz liege der Gehaltsunterschied bei 8,5 Prozent, den die IG Metall in einem „tariflichen Angleichungsgeld“ nachfordert. In bislang ergebnislosen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber darauf bestanden, den in Nordrhein-Westfalen erreichten Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie ohne weitere Angleichung zu übernehmen.

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