Barcodes erleichtern Gebrauchtwagen-Prozesse

QR-Codes bringen Informationen zu interessierten Kunden

09.08.2011 | Autor: Silvia Lulei

Der Barcodescanner im Mobiltelefon entschlüsselt den Strichcode, und schon sind alle Informationen zum Fahrzeug und die Kontaktdaten des Autohauses auf dem Handy verfügbar.
Der Barcodescanner im Mobiltelefon entschlüsselt den Strichcode, und schon sind alle Informationen zum Fahrzeug und die Kontaktdaten des Autohauses auf dem Handy verfügbar.

Barcodes ersetzen das umständliche Abtippen von Informationen. Das macht das Bezahlen an der Supermarktkasse so schnell und einfach. Mittlerweile gibt es Bar- bzw. QR-Codes auch im Autohandel. Das Audi-Zentrum Dresden nutzt die Strichcodes gleich doppelt: Einmal, um dem Fahrzeuginteressenten den Kontakt zum Autohaus zu erleichtern und zum anderen, um interne Abläufe zu optimieren.

Der Nutzer braucht nur ein Handy mit Barcode-Leser. Die meisten Mobiltelefone mit Kamera haben einen integrierten Barcode-Scanner. Falls nicht, können Smartphone-User eine entsprechende App kostenfrei downloaden.

Wer außerhalb der regulären Öffnungszeiten beim Audi-Zentrum Dresden einen interessanten Gebrauchtwagen findet, scannt einfach den Barcode in der Windschutzscheibe mit seinem Handy und hat blitzschnell alle wichtigen Daten in der Hosentasche: Alle Angaben und Fotos zum Fahrzeug, einen Link auf die Händlerwebsite und die Kontaktdaten des Verkäufers, um direkt einen Probefahrttermin auszumachen.

Den Vorteil dieser QR-Codes (QR steht für quick response = schnelle Antwort) nutzt das Autohaus auch für die Beschleunigung interner Abläufe von der Hereinnahme bis zur Auslieferung. Das Autohaus legt die Fahrzeugdaten bei der Hereinnahme einmalig in einer digitalen Fahrzeugakte inklusive Barcodes an. Anschließend klebt ein Servicemitarbeiter den Barcode von innen an die Windschutzscheibe.

Beschleunigung interner Prozessabläufe

Gebrauchtwagen-Verkaufsleiter Dieter Weißenborn hat vier Mitarbeiter mit robusten Mobiltelefonen ausgestattet. Sie scannen einfach den Code und haben bei jeder Station, die das Fahrzeug intern durchläuft, die Daten zur Hand: In der Disposition, in der Werkstatt, der Lackiererei und in der Aufbereitung, bis der Wagen verkaufsfertig präsentiert ist und ausgeliefert wird. Die Telefone können den Strichcode auch ohne Netzempfang erfassen. Sollte das mal nicht funktionieren, können die Mitarbeiter den Code manuell oder per Spracherkennung eingeben.

Hinter der Systematik steckt das Fahrzeugmanagementsystem Uwe-X der My Motion KG in Chemnitz. Das Programm holt sich die Daten aus der Volkswagen-Software EVA und generiert drei Barcodes pro Auto: einen für die Frontscheibe, einen für die digitale Akte und einen zur Reserve. Normalerweise gibt es QR-Codes, sobald es für ein Fahrzeug eine Hereinnahmeakte gibt. „Das muss aber nicht sein“, erklärt My-Motion-Entwickler Dr.-Ing. Mike Rössel. Gebrauchtwagen, die noch nicht in der EDV angelegt sind, können auch aus einem Barcode-Pool bedient und erst später zugeordnet werden. Damit ist der Car-Scanner unabhängig von Uwe-X.

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