Social Media: Wie man es machen muss

Händler diskutieren über Onlinebusiness

01.12.2011 | Autor: Vera Scheid/Stephan Richter

Diskussionen über das Thema Onlinebusiness kamen beim Mobile.de-Weckruf nicht zu kurz.
Diskussionen über das Thema Onlinebusiness kamen beim Mobile.de-Weckruf nicht zu kurz.

Relevanter Inhalt, detailliertes Controlling, der richtige Ton und gute Kommunikation sind wichtige Eckpunkte für ein Autohaus, das auf Social-Media-Plattformen aktiv werden will. Das ist das Ergebnis des ersten Mobile.de-Weckrufs – einer Veranstaltung des Fahrzeugmarkts Mobile.de und der Fachzeitschriften »kfz-betrieb« und »Gebrauchtwagen Praxis« im Vogel Convention Center Ende November in Würzburg. 60 Online-Verantwortliche, Marketingleiter oder Geschäftsführer von Autohäusern nahmen an der Debütveranstaltung teil und diskutierten mit Fachkräften über die Zukunft des Onlinehandels.

Engagiert sich ein Autohaus auf Social-Media-Plattformen, muss es viele Spielregeln beachten. Denn Netzwerke wie Facebook oder Bewertungsportale verändern die Kommunikation zwischen Kunden und Handel. An welchen Stellen der Automobilhandel ansetzen muss, um zielgerichtet neue Käufer zu generieren und Kundenbindung zu betreiben, beantwortete das Würzburger Event.

„An Content mangelt es im Internet definitiv nicht. Die Aufmerksamkeit der Nutzer ist hingegen ein knappes Gut, um das ein Autohaus buhlen muss“, erklärte Dieter Rappold, Geschäftsführer der Agentur VI Knallgrau, in seinem Vortrag und unterstrich, dass es wichtig sei, relevante Inhalte zu teilen. Den Schlüssel zu einem erfolgreichen Social-Media-Engagement sieht Rappold in der Weiterleitungsrate von Nachrichten: „Je höher diese Rate ist, desto mehr Menschen erreichen sie; umso mehr rechnet sich ein Facebook-Kontakt.“

Teil der E-Peer-Group werden

Christoph Palmert, Consultant/Trainer bei S.T.E.P., definierte den Begriff der E-Peer-Group – einer losen Gruppierung, die sich im Internet über ein Thema gleichen Interesses austauscht. Hier müsse ein Autohaus ansetzen und Teil dieser Gruppe werden, um als Ansprechpartner bei bestimmten Problemen zu dienen. Kommunikation findet Palmert zufolge im Web-2.0-Zeitalter nicht mehr ausschließlich per Face-to-Face-Gespräch statt, sondern auch via Chat und Postings.

Die Informationsbeschaffung der Nutzer hat ein neues Level erreicht, ist sich Reinhard Jannig, Vorstand Demandgen, sicher: „Früher kam der Kunde erst im Autohaus mit einem Produkt und dem Händler in Berührung – der ‚First moment of truth‘. Nach dem Kaufprozess entwickelten sich die gemachten Erfahrungen weiter und festigten sich – der ‚Second moment of truth‘. Heute informieren sich Kunden intensiv im Internet, analysieren Bewertungen, Meinungen und Testberichte. In diesem ‚Zero Moment of truth‘ muss ein Autohaus sich bereits als verlässlicher Partner mit einem guten Angebot etablieren.“

Torsten Wesche, Leiter Händlervertrieb Mobile.de, fasste nach den Praxisforen am Nachmittag (siehe Kasten) die Ergebnisse des Tages zusammen und zeigte sich optimistisch, dass der Mobile.de-Weckruf auch 2012 wieder ertönt.

Ergänzendes zum Thema
 

Praxisforen – Händlerbeispiele

Einen ausführlichen Bericht über den Mobile.de-Weckruf finden Sie in der Januar-Ausgabe der »Gebrauchtwagen Praxis« und der Ausgabe 1/2 von »kfz-betrieb«.

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