Gebrauchtwagenreport 2013: Hilfe für die Händler

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Andreas Grimm

Der Dekra-Gebrauchtwagenreport 2013 attestiert dem Audi A4 den geringsten Mängelindex. Die Auswertungen sollen eine Orientierung geben, wie weniger geläufige Modelle einzuschätzen sind.

Firmen zum Thema

Dekra Automotive hat den Gebrauchtwagenreport 2013 veröffentlicht.
Dekra Automotive hat den Gebrauchtwagenreport 2013 veröffentlicht.
(Foto: Richter)

Der Audi A4 hat im zweiten Jahr hintereinander die Kategorie „Bester aller Klassen“ des Dekra-Gebrauchtwagenreports für sich entschieden. Den Titel „Fahrzeug des Jahres“ teilen sich punktgleich auf Platz eins der Ford C-Max und der BMW Z4.

Als Datenbasis für seine Bewertung greift die Dekra Automotive GmbH auf die Ergebnisse von 15 Millionen Hauptuntersuchungen an 360 Fahrzeugmodellen in den vergangenen zwei Jahren zurück. Pro Fahrzeug schlagen mindestens 1.000 Untersuchungen zu Buche. Die Sachverständigen bewerteten dabei ausschließlich gebrauchtwagenspezifische Mängel und keine, die auf unzureichende Wartung zurückzuführen sind.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Mit diesen Kennzahlen ermittelt die Organisation den Dekra-Mängelindex (DMI), indem sie Fahrzeuge ohne relevante Mängel in Beziehung zum Anteil der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln setzt. Aufgrund des guten Mängelindex schafften es der BMW Z4 (Sportwagen) und der Ford C-Max (Vans) in der Einzelwertung auf einen DMI von 97,7 Prozent. Der A4 erreicht über alle drei Laufleistungsstufen einen DMI von 87,4 Prozent.

„Wir möchten mit unserer Analyse keinen Hersteller an den Pranger stellen. Daher veröffentlichen wir auch keinen Mängelreport, sondern möchten Gebrauchtwagenkäufern eine Hilfestellung bieten. Autohändler können sich an dem Gebrauchtwagenreport orientieren, wenn sie ein Fahrzeug in Zahlung nehmen, das ihnen nicht so geläufig ist“, sagte Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der Dekra Automotive GmbH gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«.

Im Gebrauchtwagenreport bewerte die Dekra nur Pkw und Transporter. Zwar wäre eine Auswertung für Lkw auch möglich, im Moment aber nicht angedacht, sagte Neumann.

Elektronikfehler an der Spitze

Die meisten Mängel zählten die Sachverständigen an Elektrik/Elektronik/Licht. Bei 18,1 Prozent der überprüften Fahrzeuge ist die Fehlerquote am höchsten. Dahinter folgen „Bremse“ (10,1 Prozent), „Fahrwerk/Lenkung“ (7,8 Prozent), „Motor/Umwelt“ (6,7 Prozent) und „Karosserie/Rahmen/Fahrgastraum“ (1,9 Prozent).

Traditionell unterteilt das Unternehmen die Modelle in acht Fahrzeug- sowie drei Laufleistungsklassen und achtet auf eine typgenaue Auswertung. Die Fahrzeuge mit einer Laufleistung bis 50.000 Kilometer erreichen einen durchschnittlichen DMI von 83 Prozent, Modelle in der Klasse von 50.001 bis 100.000 Kilometer liegen bei 61,2 Prozent und die Pkw von 100.001 bis 150.000 Kilometer kommen auf 39,1 Prozent.

Die Studie ist im Internet auf www.gebrauchtwagenreport.de abrufbar, als App für mobile Endgeräte erhältlich und erscheint als Sonderheft der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“.

(ID:38209930)

Über den Autor

 Stephan Richter

Stephan Richter

Freier Autor