Die großen Autohändler 2021 Gebrüder Nolte setzt auf Guerilla-Marketing

Von Julia Mauritz

Krisen hat die Iserlohner Autohausgruppe in ihrer über hundertjährigen Historie schon viele gemeistert – immer im Schulterschluss mit den Automobilherstellern. Ihnen hält das Familienunternehmen weiter die Treue, allerdings mit einigen Kurskorrekturen.

Als jüngste Marke vertreibt Gebrüder Nolte in zwei Betrieben auch Hyundai.
Als jüngste Marke vertreibt Gebrüder Nolte in zwei Betrieben auch Hyundai.
(Bild: Gebrüder Nolte)

Das Stammhaus von Gebrüder Nolte in bester Innenstadtlage von Iserlohn zeigt deutlich, wofür das Familienunternehmen steht: Tradition verbunden mit Transformation. 1914 hatte Fritz Nolte hier mit einem Fuhr- und Taxiunternehmen den Grundstein der Firma gelegt. Anfang der Zwanzigerjahre war er nicht nur der erster Automobilhändler in Iserlohn, er betrieb in der Stadt auch eine der ersten Tankstellen. Den Direkt-Händlervertrag mit Opel schloss der visionäre Unternehmer im Jahr 1924. Diese Partnerschaft besteht immer noch: Opel ist nach wie vor die Hauptmarke und wird an sechs von den neun Standorten vertrieben – auch im Iserlohner Stammhaus, das mittlerweile ein reiner Verkaufsstandort ist.

Im Laufe der vergangenen Jahre hatte sich dieses grundlegend verändert: Die Tankstelle vor dem Autohaus ist verschwunden. Die Immobilienverwaltung hat sich zu einem zweiten Standbein entwickelt: Neben dem eigenen Parkhaus steht seit gut einem Jahr ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit barrierearmen Wohnungen, einer Diakoniestation und mehreren Geschäften – darunter eine Bäckerei, auf deren Wänden die bewegte Geschichte der Autohausgruppe festgehalten ist, inklusive Kinderfotos von Fritzi Bamberg-Nolte. Sie ist die im April 2021 verstorbene Mutter von Petra Pientka, die die Autohausgruppe in dritter Generation nach christlichen Werten führt: „Wir müssen Geld verdienen, damit wir den Menschen dienen können, und um unseren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten können“, lautet ihr Credo.