Interview mit dem ZDK-Hauptgeschäftsführer Gefahr des Direktvertriebs

Autor Doris Pfaff

Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz sieht den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) stärker denn je gefordert. Ungeachtet der Pandemie müsse das Kfz-Gewerbe um die Zukunft des Verbrenners und gegen neue Vertriebswege kämpfen.

ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.
ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.
(Bild: ProMotor)

Redaktion: Nach dem Rekordjahr 2019 folgte die Corona-Pandemie. Wie haben Sie das Jahr 2020 erlebt?

Axel Koblitz: Das Verbot des stationären Verkaufs im Frühjahr war ein Schlag ins Kontor, der dem Neuwagengeschäft für 2020 seinen Stempel aufdrückte. Zum Glück gelang es uns, den Autohandel früher als andere Branchen wieder aus dem Lockdown zu holen, sonst wäre es noch schlimmer gekommen. Das erneute Verbot im Dezember machte dann auch noch das wegen der auslaufenden Mehrwertsteuer-Absenkung erhoffte Jahresendgeschäft zunichte. Damit nahm uns die Politik wieder weg, was sie als Ausgleich dafür deklariert hatte, dass es keine Verkaufsförderung für moderne Verbrenner gab. Leider wurde der Automobilhandel nicht in die Liste der Verbotsausnahmen aufgenommen.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person: Dr. Axel Koblitz (64)

Der promovierte Jurist leitet den ZDK als Hauptgeschäftsführer seit 2001. Koblitz vertritt den Verband in zahlreichen Ausschüssen, Gremien und Beiräten.