Fahrzeugtransport Gefahr im Verzurren

Von Peter Diehl

Die mehrheitlich genutzten Trapezgurte sind nur die zweitbeste Lösung, um Fahrzeuge auf Ladeflächen zu fixieren. Warum sich Dreipunktgurte meist besser eignen und was zudem die Sicherheit von Fahrzeugtransporten erhöht.

Dreipunktgurte, längs über die Räder gezogen, bieten weniger Fehlerpotenzial als die branchenüblichen Trapezgurte.
Dreipunktgurte, längs über die Räder gezogen, bieten weniger Fehlerpotenzial als die branchenüblichen Trapezgurte.
(Bild: Diehl/»kfz-betrieb«)

Wer viel unterwegs ist, sieht häufig Fahrzeugtransporte. Zu viele dieser Transporte will man schnell wieder vergessen, denn das Gesehene raubt einem den Schlaf. Längst nicht alle der negativ auffälligen Transporter und Anhänger besitzen osteuropäische Kennzeichen. Soll heißen: Hierzulande bestehen ebenfalls große Defizite. Leider auch bei Fahrzeugen von Kfz-Betrieben – 7,5-Tonner mit Kürzeln großer Automobilclubs am Fahrerhaus eingeschlossen.

In Städten sind Parkplätze rar und teuer. Das führt zum Parken in Feuerwehrzufahrten, auf Sperr- oder anderen unerlaubten Flächen. Häufige Folge: Abschleppunternehmen setzen die Fahrzeuge um – unter Missbrauch der Hubbrille. Denn dieser Einrichtung liegt allein der Nothilfegedanke zugrunde. Um Nothilfe handelt es sich zum Beispiel, wenn nach einem Crash auf der Autobahn beide beteiligten Pkw schnell abtransportiert werden sollen: Pkw 1 auf der Ladefläche, Pkw 2 mit der Hubbrille. Letzterer allerdings nur bis zu einem geeigneten Ort nach der nächsten Autobahnausfahrt. Dort ist er abzustellen und später – dann auf der Ladefläche – weiter zu transportieren. Und das alles auch nur, wenn sich der Antriebsstrang eines der beiden Pkw für den Transport per Hubbrille eignet.