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Gefahren: Audi A7 Sportback – innere Digitalisierung

| Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Die zweite Generation des A7 übernimmt die digitale Cockpitwelt samt den elektronischen Helferchen des Flaggschiffs A8. Äußerlich bleibt das viertürige Coupé seinem Vorgänger weitestgehend treu.

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Für den neuen A7 ruft Audi mindestens 66.300 Euro ab.
Für den neuen A7 ruft Audi mindestens 66.300 Euro ab.
(Bild: Audi)

Limousine zu bieder, Kombi zu gewerblich? Die Goldene Mitte dürfte passen – und wird vor allem von deutschen Premium-Herstellern bedient. Führend in diesem Segment ist – zumindest, was den Absatz betrifft – Audi mit seinem A7 Sportback. Hinter ihm reihen sich Mercedes CLS und BMW Sechser Gran Coupé ein. Die Stuttgarter sehen sich gar als Erfinder dieser Kategorie, führen derzeit gerade ihre dritte Generation ein. BMW macht in zwei Jahren aus dem Nachfolger des Sechsers ein rassiges Achter Gran Coupé.

Für Außenstehende könnte es beim Audi-Händler schwierig werden, auf den ersten Blick zu erkennen: Hier kommt der Neue. Denn die Silhouette gleicht vollständig der des Vorgängers. Doch laut Audi wurde kein Blechteil übernommen. Die Haube ist stärker profiliert, hat jetzt ausgeprägte Powerdomes. Die Kotflügel sind breiter und konturierter. So will man der Quattro-Technik optisch mehr Ausdruck verleihen. Und seitlich fällt das hintere Seitenfenster auf. Es läuft weiter aus als zuvor und knickt nicht mehr nach oben ab. Insgesamt steht der neue A7 breiter und sportlicher auf seinen bis zu 21 Zoll großen Rädern.

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Evolution außen, Revolution innen. Nach dem Einsteigen eröffnet sich eine neue Cockpitwelt, durch und durch digital. Schalter und Knöpfe haben bis auf ein paar Reste ausgedient. Die neue Art der Bedienung übernimmt der A7 – wie auch der im nächsten Monat präsentierte neue A6 – im Wesentlichen aus dem Flaggschiff A8. Fast alles läuft über Touchscreens oder Sprache. Auch das viele Jahre verbaute MMI-System und das kleine schwarze Pad auf der Mittelkonsole haben ausgedient. Die Zukunft heißt Wischen und Zoomen mit den Fingern, wie man es von Tablet-PC, iPad oder Smartphone gewohnt ist. Während der Fahrt allerdings erfordert jede Art der manuellen Bedienung auf den Displays eine gute Treffgenauigkeit. Und dies bedeutet in der Regel Ablenkung vom Verkehr.

Aber hierzu stehen ja mehr als drei Dutzend Assistenzsysteme, gebündelt in drei Paketen, in der Preisliste. Sie übernehmen im A7 einen Großteil der stupiden Dinge wie beispielsweise Kolonnenverkehr oder Stop-and-go, helfen die Spur zu halten, lesen Verkehrsschilder, sehen im Toten Winkel, achten auf Querverkehr, erkennen Fußgänger und lösen gegebenenfalls eine Vollbremsung aus.

Comeback für den Dreiliter-TFSI

Man darf aber auch ganz nach altem Schema selbst fahren, selbst Gas geben, bremsen und lenken. Das geht sogar äußerst geschmeidig und komfortabel, woran mehrere Faktoren Anteil haben: eine steifere Karosserie, ein neues Fahrwerk, eine bessere Geräuschisolierung und ein wunderbarer V6-TFSI in Kombination mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

TFSI? Richtig gelesen, es gibt den A7 wieder mit einem Dreiliter-Benziner. Audi hatte dieses Aggregat im Vorgängermodell wegen zu geringer Nachfrage für den europäischen Markt im letzten Produktionsjahr eingestellt. Jetzt leistet der V6 250 kW/340 PS und liefert eine Menge Fahrspaß. Wer nicht vor einem zweistelligen Verbrauch zurückschreckt, tut sich mit diesem Motor einen großen Gefallen.

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