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Gefahren: Audi TT Roadster

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Die dritte Generation des Audi TT Roadster glänzt wieder mit zeitlosem Design und hervorragender Verarbeitung. Und er lässt sich so fahren, wie er aussieht: knackig und sportlich.

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Ab Ende März 2015 stehen der neue Audi TT Roadster und der TTS Roadster beim Händler.
Ab Ende März 2015 stehen der neue Audi TT Roadster und der TTS Roadster beim Händler.
(Foto: Audi)

Jeder vierte Audi TT ist ein Roadster. Bei dieser großen Resonanz ist es nicht verwunderlich, dass sich der Hersteller bei der Weiterentwicklung dieser Variante mächtig ins Zeug gelegt hat. „Roadster“, mit diesem Begriff verbindet man eigentlich ein sportliches und zugleich puristisches Auto. Auf den TT trifft nur ersteres zu, verzichten müssen TT-Fahrer lediglich auf eine zweite Sitzreihe. Ansonsten vereinen beide Roadster-Modelle, der TT und der TTS, durchaus komfortable mit sportlichen Eigenschaften.

Um die Qualitäten des kompakten Zweisitzers richtig zur Geltung kommen zu lassen, präsentierte Audi sein neues Modell im milden Klima Mallorcas. Dort konnte man den Wagen sogar im Februar mit offenem Dach testen. Audi beschreibt sein neues Modell als reine Fahrmaschine, und das ist nicht übertrieben. Motoren, Fahrwerk, Cockpit – alles ordnet sich nur einem Zweck unter: möglichst viel Fahrspaß zu bieten. Und zwar sowohl beim TT Roadster als auch beim TTS, dem Flaggschiff der offenen Baureihe, der in seine zweite Generation startet.

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Um bei den Fahrleistungen über alle Zweifel erhaben zu sein, ist der TTS Roadster zum Beispiel um 25 Kilogramm leichter geworden als sein Vorgänger. Er wiegt jetzt leer 1.470 Kilogramm. Noch leichter ist der TT Roadster mit dem 2,0-Liter TFSI-Motor: Er bringt lediglich 1.320 kg auf die Waage.Damit hat bei beiden Modellen jedes PS nur rund 4,7 Kilogramm zu bewegen.

Zentriert auf den Fahrer

Die Perfektion, mit der die Audi-Entwickler gearbeitet haben, zeigt sich bereits, wenn man im Roadster Platz nimmt: Wie ein Maßanzug passt sich der Sportsitz an seinen Fahrer an. Alle Anzeigeinstrumente im frei gestaltbaren sogenannten „Audi Virtual Cockpit“ sind auf ihn ausgerichtet. Der Antrieb lässt sich dann mit einem Startknopf zum Leben erwecken. Audi bietet für den TT Roadster einen Zweiliter Benziner mit 169 kW/230 PS sowie einen Diesel mit 135 kW/184 PS Leistung und gleich großem Hubraum an. Im TTS entwickelt der Zweilitermotor sogar eine Leistung von 228 kW/310 PS. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig bei allen Modellen über einen Sechsgang-Handschalter. Wahlweise gibt es auch ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.

Am meisten Spaß macht der Roadster mit den beiden Benzinern, denn hier passt sowohl die Leistung als auch der Sound optimal zu der kompakten Karosserie. In Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe untermalen sogar kurze Zwischengasstöße jeden Gangwechsel.

Davon gibt es viele auf den kurvigen Landstraßen Mallorcas, und jede Kurve lässt wiederum die Vorfreude auf die nächste größer werden, denn mit seiner präzisen Lenkung, dem aufwendigen Fahrwerk und dem beim TTS serienmäßigen Quattroantrieb scheinen physikalische Grenzen nicht mehr zu gelten. Der Wagen klebt förmlich am Asphalt. Ist dann auch noch die „Drive-Select“ Regelung an Bord, lässt sich der Roadster im „Dynamic“-Modus noch ein bisschen sportlicher auslegen.

Leichtes Häubchen

Für Schutz vor Wind und Wetter sorgt beim TT ein Stoffverdeck, das mit lediglich 39 Kilogramm zum Fahrzeuggewicht beiträgt. Außerdem braucht es kaum Platz, wenn es zusammengefaltet hinter den Sitzen in der Karosserie verschwindet. So hat der Roadster geschlossen und offen ein Kofferraumvolumen von 280 Litern. Mit dem serienmäßigen elektrischen Antrieb lässt sich das Verdeck sogar bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h während der Fahrt schließen, beispielsweise wenn Regen droht. Das dauert nicht länger als zehn Sekunden. Niedrige Temperaturen sind jedenfalls nicht unbedingt ein Grund, geschlossen zu fahren, denn dank Windschott halten sich die Verwirbelungen des Fahrtwinds in Grenzen und die Kopfraumheizung sorgt für angenehme Temperaturen.

Die Roadster-Modelle kommen Ende März zu Grundpreisen von 37.900 bis 52.300 Euro – je nach Motor – zu den Händlern. Dann dauert es auch nicht mehr lange, bis man endlich auch in Deutschland das Verdeck wieder im Kasten lassen kann.

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