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Gefahren: BMW 2er Gran Coupé – noch eine Nische

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Viele Autohersteller müssen sparen und überdenken derzeit ihre Modellpalette. Das heißt aber nicht, dass keine neue Nischen mehr erschlossen werden. Mit dem 2er Gran Coupé bringt BMW jetzt einen coupéartigen Viertürer, der genau auf einen Konkurrenten zielt.

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Das BMW 2er Gran Coupé kostet mindestens 31.950 Euro.
Das BMW 2er Gran Coupé kostet mindestens 31.950 Euro.
(Bild: BMW)

Die Zeit der fetten Jahre der Autoindustrie scheint zumindest vorübergehend vorbei zu sein: Hohe Investitionen in die Elektromobilität belasten die Bilanzen der Autobauer und -zulieferer, und zum stagnierenden Westmarkt kommt nun auch noch das Chinageschäft ins Wanken. Um weiterhin profitabel zu arbeiten, müssen die Kosten gesenkt werden.

Daimler beispielsweise hat jüngst angemerkt, dass man sich eventuell von dem ein oder anderen Modell verabschieden werde, und auch aus BMW-Kreisen ist das Gerücht zu hören, dass die Münchner sich vielleicht ganz aus dem Cabrio-Markt zurückziehen wollen. Zunächst aber wird das Portfolio erstmal noch weiter aufgefächert: Mit dem neuen 2er Gran Coupé bringt BMW im März abermals ein Derivat auf den Markt, das es so im Portfolio der Bayern bislang nicht gab.

BMW 2er Gran Coupé: Noch eine Nische
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Zwischen dem rund 3.500 Euro günstigerem 1er, dem zweitürigen 2er Coupé, das wohl kommendes Jahr neu aufgelegt wird und weiterhin mit Heckantrieb vorfahren soll, und der 3er Limousine scheint noch Platz zu sein für einen coupeártigen Viertürer. Ansprechen soll der folglich all diejenigen, die kein Steilheck-Modell wollen, den Komfort von zwei extra Türen zu schätzen wissen – wenngleich die Rückbank eher als bessere Ablage denn als Sitzgelegenheit für drei weitere Passagiere dient – und die sich etwas dynamischer fühlen wollen, als sie das vielleicht im rund 5.000 Euro teureren Dreier täten.

Dass der BMW damit genau auf die Kunden zielt, die bislang auf den Mercedes CLA ausweichen mussten, ist offensichtlich. Große Erfolgschancen wittern die Münchner in den USA, wo der klassische 1er gar nicht angeboten wird; eine Kannibalisierung ist hier ausgeschlossen. Aber auch in Europa und China soll sich die flache Limousine bald zuhauf auf den Straßen tummeln.

Das Design polarisiert

Ob sie das tun wird, entscheiden am Ende freilich die Kunden. Und ginge es nur um Fahrspaß, High-Tech oder gute Motoren, wäre dem Gran Coupé der Erfolg sicher gewiss. Nicht unwichtig bei einer mindestens 31.950-Euro-Investition ist aber das Design des 4,51 Meter langen 2ers – und hier scheiden sich die Geister: Die einen sind begeistert von der bulligen Front und dem knackigen Heck, die anderen finden die Proportionen des Viertürers unharmonisch. Zu gedrungen, zu kurz ist das Gran Coupe, dem 20, 30 Zentimeter mehr Länge guttäten. Nur: Dann wäre er kein 2er mehr, sondern ein 3er beziehungsweise 4er.

Bleiben wir noch kurz beim Design und werfen einen Blick nach innen: Das Gran Coupé wartet auf Wunsch mit digitalen Instrumenten auf, und natürlich gibt es ein Infotainment-System mit großem Touchscreen und den modernsten Technik-Spielereien; kabellose Apple-Carplay-Anbindung, Sprachassistent und Gestensteuerung sind nur Beispiele. Aber: Am Ende sieht das eng mit dem 1er verwandte Cockpit immer noch so aus, wie BMW-Cockpits seit Jahren aussehen. Das mag die Traditionalisten erfreuen, wer sich allerdings eine schöne, neue Multimedia-Welt wünscht, wird eher beim MBUX-Bediensystem von Mercedes fündig.

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